
»Nun, mon ami, stell dir einmal vor, es ist am Tag nach seinem Verschwinden, und wir verfolgen Spuren. Du liebst doch Spuren, nicht wahr? Sieh, hier haben wir solche, und zwar die von Mr. Halliday...« Er wandte sich nach rechts, wie wir es vorhin getan hatten, und entfernte sich eilig. »Ah! Andere Schritte folgen ihm mit der gleichen Eile, die Schritte einer Frau. Sieh, jetzt hat sie ihn erreicht - eine schlanke junge Dame in Witwentracht. »Pardon, Monsieur, Madame Olivier wünscht, daß ich Sie zurückrufe.« Er stockt und kehrt um. Nun, welchen Weg wählt die junge Dame? Sie will nicht mit ihm gesehen werden. Ist es ein Zufall, daß sie ihn gerade am Zugang eines schmalen Pfades anspricht, der zwei Gärten voneinander trennt? Sie geht ihm voraus und erklärt, dieser Weg sei eine Abkürzung. Zur Rechten befindet sich Madame Oliviers Villa, zur Linken eine andere - und von diesem Gartengrundstück stammt ja der Baum, der vorhin niedergestürzt ist. Die Gartentore der beiden Villen führen auf diesen Pfad heraus. Hier befindet sich der Hinterhalt, einige Männer stürzen sich auf Halliday, überwältigen ihn und schleppen ihn in die fremde Villa.«
»Lieber Himmel, Poirot«, rief ich aus, »willst du mir einreden, daß dies alles geschehen ist?«
»Ich sehe es vor meinem geistigen Auge, mon ami. So und nur so kann es passiert sein. Komm, laß uns zum Haus zurückgehen.«
