
»Gehirnentzündung?« fragte ich. Der Doktor schnaubte verächtlich.
»Gehirnentzündung! Gehirnentzündung! Keineswegs; der Mann hat einen Schock gehabt. Er kam von einer hartnäckigen Idee getrieben hierher - nämlich der, Monsieur Hercule Poirot aufzufinden, und er wiederholte mechanisch dieselben Worte, ohne im geringsten zu wissen, was sie bedeuten.«
»Gedächtnisschwund?« fragte ich forschend. Bei dieser Frage ließ der Doktor kein so empörtes Schnauben mehr hören. Zwar antwortete er nicht, doch gab er dem Manne einen Bogen Papier und einen Bleistift. »Wir wollen einmal sehen, was er jetzt tun wird«, bemerkte er. Der Mann reagierte zuerst gar nicht, dann begann er plötzlich fieberhaft zu schreiben. Mit der gleichen Plötzlichkeit hielt er inne und ließ Papier und Bleistift fallen. Der Doktor hob beides auf und schüttelte nur den Kopf.
»Er hat nichts weiter als wiederholt die Zahl Vier hingekritzelt und jede Zahl größer als die vorangehende. Ich nehme an, daß er versuchte, 14, Farraway Street, zu schreiben. Es ist ein interessanter - ein sehr interessanter Fall. Können Sie ihn bis heute nachmittag hier in Ihrer Wohnung lassen? Ich bin jetzt gerade im Hospital beschäftigt, komme jedoch nachmittags zurück und kümmere mich inzwischen um seine Aufnahme. Der Fall ist zu interessant, um aus den Augen gelassen zu werden. «Ich erklärte, daß Poirot im Begriff sei, abzureisen, und ferner, daß ich ihn bis Southampton begleiten wolle. »Das ist ganz in Ordnung. Lassen Sie den Mann hier, er wird hier gut versorgt sein. Da er vollkommen erschöpft ist, wird er wahrscheinlich acht Stunden ununterbrochen schlafen. Ich werde mit Ihrer vortrefflichen Mrs. Pearson sprechen und sie bitten, auf ihn zu achten.«
