
auf dem Papier ein Prinz. Wenn überhaupt noch, dann gehört
mir ein winziges Stück von Indien. Nicht ganz Atlantis.«
Aber dein Königreich ist wenigstens nicht mit Mann und Maus im Meer versunken.Astaroth hab den Kopf, blickte Mike einen Moment lang aus seinem einzig sehenden Auge an und gähnte dann ungeniert und sehr ausgiebig. Der schwarze Kater hatte sich neben Serena auf dem Kopfkissen zusammengerollt. Sein buschiger Schwanz lag wie eine Stola um Serenas Hals und bildete so einen deutlichen Kontrast zur Blässe ihrer Haut. Serenas Gesicht war so bleich, daß es sich kaum von dem Kissen abhob, auf dem es lag. Es war die Blässe eines Menschen, der noch niemals die Sonne gesehen hatte.
Mike ging langsam weiter, setzte sich auf die Bettkante und griff nach Serenas Hand. Astaroths Blick folgte der Bewegung, aber er erhob keine Einwände. Mike war der einzige an Bord, der Serena berühren durfte, ohne daß der Kater ihn anfauchte oder gleich mit den Krallen nach ihm schlug.
»Wir tauchen bald auf«, sagte Mike. Er ergriff Serenas Hand fester. Ihre Haut fühlte sich so kalt und glatt wie weißes Porzellan an, und Mike überlief ein Schaudern. »Wir müssen die Sauerstofftanks auffüllen.«
Ich weiß,antwortete Astaroth auf seine lautlose Art.
Mike blickte den Kater vorwurfsvoll an.
»Du hast schon wieder meine Gedanken gelesen«, sagte er. »Ich hatte dich gebeten, das nicht mehr zu tun.«
Habe ich nicht,behauptete Astaroth.
»Lüg nicht auch noch!« sagte Mike scharf.
Ich lüge nicht,erwiderte Astaroth beleidigt.Menschen lügen.
Katzen niemals.
