Sie zwangen seinen Kopf auf das harte, schwarze Holz. Lord Eddard Stark stieg ab, und sein Mündel Theon Greyjoy holte das Schwert hervor.»Ice «wurde dieses Schwert genannt. Es war so breit wie eine Männerhand und größer noch als Robb. Die Klinge war aus valyrischem Stahl, mit Zauberkraft geschmiedet und schwarz wie Rauch. Nichts war so scharf wie valyrischer Stahl.

Sein Vater schälte die Handschuhe von den Händen und reichte sie Jory Cassel, dem Hauptmann seiner Leibgarde. Er packte Ice mit beiden Händen und sagte:»Im Namen Roberts aus dem Geschlecht Baratheon, des Ersten seines Namens, König der Andalen und der Rhoynar und der Ersten Menschen, Lord der Sieben Königslande und Protektor des Reiches, durch das Wort Eddards aus dem Geschlecht der Starks, Lord von

Winterfell und Wächter des Nordens, verurteile ich dich zum Tode. «Er hob das Großschwert hoch über seinen Kopf.

Brans Halbbruder Jon Snow kam näher heran.»Halt dein Pony gut fest«, flüsterte er.»Und wende dich nicht ab. Vater wird merken, wenn du es tust.«

Bran hielt sein Pony gut fest und wandte sich nicht ab.

Mit einem einzigen, festen Hieb schlug sein Vater den Kopf des Mannes ab. Blut spritzte über den Schnee, rot wie Sommerwein. Eines der Pferde bäumte sich auf und wäre fast durchgegangen. Bran konnte seine Augen nicht vom Blut lösen. Gierig sog es der Schnee um den Stumpf auf und färbte sich rot.

Der Kopf prallte von einer dicken Wurzel ab und rollte davon. Fast kam er bis zu Greyjoys Füßen. Theon war ein schlanker, dunkler Jüngling von neunzehn Jahren, der alles amüsant fand. Er lachte, setzte seinen Fuß an den Kopf und stieß ihn von sich.

«Esel«, murmelte Jon so leise, daß Greyjoy es nicht hören konnte. Er legte Bran eine Hand auf die Schulter, und Bran sah seinen Halbbruder an.»Gut gemacht«, erklärte Jon feierlich. Jon war vierzehn, ein alter Hase, was Recht und Gesetz anging.



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