Mike setzte das Fernglas an und schwenkte es hin und her, brauchte aber ein paar Sekunden, bis auch er sah, was Trautman entdeckt hatte. Dann erschrak er zutiefst. Direkt neben einem großen, sehr auffällig geformten Felsen ragte etwas aus dem Boden, was er im ersten Augenblick ebenfalls für nichts anderes als zerborstene Steine gehalten hatte. Auf den zweiten Blick erkannte er, was es wirklich war: Diezusammengebrochenen Überreste eines aus großen Steinquadern errichteten Gebäudes. »Das sieht sehr alt aus«, sagte er nachdenklich. »Wie eine Art Tempel oder so etwas.« Er reichte das Glas an Ben weiter, der bereits ungeduldig die Hände ausgestreckt hatte. »Es könnte Jahrhunderte alt sein.«

»Es sieht vor allem sehrkaputtaus«, sagte Ben, nachdem er ebenfalls einige Sekunden lang durch das Fernglas geblickt hatte. »Da drinnen hat bestimmt keiner überlebt.«

»Das meine ich nicht«, sagte Mike. »Dieser Tempel oder was auch immer es ist, könnte seit ein paar hundert Jahren dort stehen. Es ist nicht gesagt, dass dort wirklich Menschen gelebt haben.« »Ich möchte mich trotzdem davon überzeugen«, sagte Trautman. »Es kostet uns nur eine halbe Stunde um die Insel herumzufahren. Bleibt ruhig hier, wenn ihr wollt. Ich steuere die NAUTILUS vom Turm aus.« Er drehte sich herum, kletterte rasch die eiserne Leiter zum Turm hinauf und verschwand in der Luke. Kaum hatte er es getan, da erschien Astaroth über der Turmluke. Er machte keine Anstalten, sich zu ihnen zu gesellen, sondern machte es sich auf dem Turm gemütlich und sah zu dem halbierten Berg hin.Spürst du etwas?dachte Mike.Ja,antwortete Astaroth.Hunger. Ihr habt vor lauter Sensationsgier

nämlich vergessen, dass schon Mittag ist.

Das meine ich nicht,antwortete Mike ärgerlich. Wasist mit der Insel? Gibt es dort Menschen? KeineAhnung,sagte Astaroth.Die Entfernung ist zu groß. Und selbst wenn ...



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