Serena kraulte auf ihn zu, tauchte plötzlich unter und griff nach seinem Fuß, um ihn spielerisch in die Tiefe zu ziehen. Mike holte tief Luft, ehe er sich auf die Balgerei einließ. Er wusste, dass er keine Chance gegen Serena hatte; nicht im Wasser. Das hatte niemand. Serena bewegte sich im Wasser so schnell und geschickt, als wäre sie in diesem Element geboren und aufgewachsen.

Bestimmt eine Viertelstunde tollten und balgten sie ausgelassen und fröhlich herum, bis Mike so erschöpft war, dass er einfach nicht mehr konnte. Noch immer lachend und wassertretend bewegte er sich auf der Stelle und Serena schwamm wieder auf ihn zu.

»Was ist los mit dir, du tapferer Held?«, neckte sie ihn. »Kannst du etwa schon nicht mehr? Also ich werde gerade erst richtig warm.«

»Ich bin ja schließlich auch kein halber Fisch«, verteidigte sich Mike. Er schluckte Wasser, hustete und stellte erneut fest, dass es einen sehr seltsamen Beigeschmack hatte.

»Was soll das heißen?« Serena runzelte in gespieltem Zorn die Stirn und drohte ihm mit der Faust. »Dass ich ein Fischgesicht habe oder wie ein Hering stinke?«

Tatsächlich verspürte er einen leisen, aber sehr unangenehmen Geruch, als Serena näher kam. Irgendetwas Verdorbenes musste in ihrer Nähe im Wasser treiben. Vielleicht ein toter Fisch oder faulendes Seegras. »Ganz im Gegenteil«, sagte er hastig. »Wenn ich dich so ansehe, bekomme ich weiche Knie. Ich fürchte, meine Kräfte versagen gleich. Du wirst mich wohl retten müssen.«

»Ich denke ja nicht daran«, antwortete Serena lachend, verschränkte die Arme vor der Brust und schwamm auf dem Rücken ein kleines Stück von Mike fort.



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