Zur weiteren Förderung der guten Beziehungen zur Gemeinde hatten die Brüder O'Bannon um die vier Morgen einen hohen, stabilen Zaun gezogen, eine immense Investition. An einem schmiedeeisernen Pfosten an der Einfahrt, gleich bei dem großen Flügeltor, schwang ein großes hübsches handgemaltes Schild. Auf schwarzem Grund stand mit weißen Buchstaben »O'Bannon's Salvage« geschrieben, eine rote Umrandung vervollständigte das Schild. Was jedoch jedermann auf das Gelände der O'Bannons aufmerksam machte, war nicht das Schild, sondern die Abrissbirne, die an einem neben dem Schild aufgestellten Kran hing. Jeden Morgen öffnete Sean oder Roger das schwere Maschendrahttor und jeden Abend schlossen sie es; der Kran mit der Abrissbirne stand da wie ein skelettartiger Wächter.

Als Posthalterin von Crozet, hier geboren und aufgewachsen, kannte Harry sämtliche Nebenstraßen und auch sämtliche Bewohner. Es gab keine Abkürzung zu O'Bannon. Sie musste durch die Stadt. Don hatte ihre Neugierde geweckt. Sie wollte Seans Neuerungen sehen.

Sobald sie nach Osten abgebogen war, kam sie am Supermarkt vorbei und erspähte auf dem Parkplatz Miranda Hogendobber, ihre Mitarbeiterin und Freundin. Ihre Papiertüten mit Lebensmitteln waren auf der Kühlerhaube des Ford Falcon abgestellt, einem antiken Vehikel, das Miranda täglich benutzte, da sie keinen Grund sah, Geld für ein neues Auto auszugeben, wenn das alte noch gut fuhr.

Miranda machte einen verstörten Eindruck. Harry bog auf den Parkplatz ein, fand eine Lücke und eilte zu ihrer Freundin, die Tiere hinterdrein.

»O Harry, ich bin so froh, dass Sie da sind. Schauen Sie. Schauen Sie sich das an!« Miranda zeigte auf ihre Reifen, die Radkappen waren weg. »So etwas ist mir noch nie passiert - und das am Supermarkt.«

»Nehmen Sie's nicht so schwer, Mrs. Hogendobber.« Mrs. Murphy rieb sich an ihrem Bein, überzeugt, dass das die Dame beruhigen würde.



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