»Was soll das Theater wegen einer Radkappe?« Pewter hob die Schultern.

»Das Auto ist von 1961. Wie kann sie Ersatz bekommen?«, erwiderte Tucker.

»Das Auto fährt auch ohne Radkappen.« Pewter hatte Mühe die Reaktionen der Menschen zu verstehen, da sie oft fand, dass ihnen das Wesentliche entging.

»Du kennst sie doch. Alles muss so sein und nicht anders. Kein Stängelein Unkraut in ihrem Garten. Sie mag nicht mit nackten Radmuttern rumkurven, verzeih den Ausdruck >nackt<.« Murphy ging um Miranda herum und rieb sich an dem anderen Bein.

»Haben Sie den Sheriff angerufen?«

»Nein. Ich bin eben erst herausgekommen.« Niedergeschlagen trat Miranda einen Schritt zurück, um noch einmal ihre nackten Räder zu betrachten.

»Ich sag Ihnen was, Sie bleiben hier und ich laufe zur Telefonzelle.« Harry setzte sich in Bewegung, dann blieb sie stehen. »Haben Sie was, das in den Gefrier schrank muss? Ich kann's mit nach Hause nehmen.«

»Nein.«

Harry rief im Sheriffbüro an, und ehe sie auflegte, um wieder zu Miranda zu gehen, kam Cynthia Cooper, eine Polizistin vom Sheriffrevier, auf den Parkplatz gefahren.

»Das ging ja schnell.« Harry lächelte die junge, attraktive Polizistin an.

»War gleich um die Ecke bei der Feuerwache; bin zum tausendsten Mal die Paradestrecke abgefahren.«

»Schauen Sie.« Miranda zeigte auf ihr Auto, als Cynthia mit dem Notizbuch in der Hand herüberkam.

»So eine Gemeinheit.« Cynthia legte ihren Arm um Miranda. »Haben Sie eine Ahnung, wie viel die wert sind?« »Keinen Schimmer.« Miranda schürzte die von rosa Lippenstift glänzenden Lippen.

»Deswegen hat man sie vermutlich gestohlen. Weil sie schwer zu finden sind. Die müssen einiges wert sein«, dachte Harry laut.



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