Die Nachrichtenabteilung nahm den ganzen obersten Stock des großen Gebäudes ein. Reihen von Fernschreibern, von denen einige stillstanden, andere eifrig tickten, zogen sich durch die Räume. Durch sie glitten endlose Ströme von Statistiken: Produktionszahlen, Steuereinnahmen, und die ganze Buchführung eines weltwirtschaftlichen Systems. Irgendwo oben in Karellens Schiff mußte sich das Gegenstück zu diesem großen Raum befinden, und van Ryberg fragte sich mit einem leisen Schauder, was für Gestalten sich dort hin und her bewegen mochten, um die Botschaften aufzunehmen, die von der Erde an die Overlords geschickt wurden.

Aber heute hatte er kein Interesse für diese Maschinen und ihre gewohnheitsmäßige Arbeit. Er ging in das kleine Privatzimmer, das nur Stormgren zu betreten pflegte. Auf Rybergs Anweisung hatte man das Schloß geöffnet, und der Leiter der Nachrichtenabteilung wartete dort auf ihn.

„Es ist ein gewöhnlicher Fernschreiber mit der üblichen Tastatur“, wurde ihm erklärt. „Dort ist auch ein Apparat, mit dem Sie Bilder oder Tabellen übermitteln können. Aber Sie sagten, Sie würden das nicht brauchen.“

Van Ryberg nickte zerstreut. „Das ist alles. Danke“, bemerkte er. „Ich glaube nicht, daß ich sehr lange hier bleiben werde. Schließen Sie dann den Raum wieder ab, und geben Sie mir alle Schlüssel.“

Er wartete, bis der Nachrichtenmann gegangen war, und setzte sich dann an den Apparat. Er wurde, wie er wußte, sehr selten benutzt, da fast alle geschäftlichen Angelegenheiten von Karellen und Stormgren bei ihren wöchentlichen Zusammenkünften besprochen worden waren. Da hier jedoch eine dringende Sache vorlag, erwartete er rasche Antwort.



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