
„Welchen tatsächlichen Beweis haben wir dafür?“
„Alle seine Handlungen, seit seine Schiffe an unserm Himmel erschienen sind. Ich behaupte, daß Sie nicht eine einzige Tat nennen können, die in ihrer letzten Auswirkung nicht segensreich gewesen ist.“
Stormgren hielt einen Augenblick inne und ließ seine Gedanken durch die vergangenen Jahre zurückwandern. Dann lächelte er.
„Wenn Sie einen einzigen Beweis für das wirkliche — wie soll ich es nennen? — Wohlwollen der Overlords wünschen, so denken Sie an das Gesetz gegen Tierquälerei, das sie im ersten Monat nach ihrer Ankunft erließen. Wenn ich vorher an Karellen gezweifelt hätte, so wären diese Zweifel dadurch beseitigt worden, obwohl doch gerade dieses Gesetz mir mehr zu schaffen machte, als irgend etwas, was er sonst unternommen hat.“
Das war kaum eine Übertreibung, dachte Stormgren. Der ganze Zwischenfall war sehr ungewöhnlich gewesen, und zum erstenmal hatte sich die Feindschaft der Overlords gegen jede Grausamkeit offenbart. Dieser Haß und ihre Leidenschaft für Gerechtigkeit und Ordnung schienen die bestimmenden Gefühle in ihrem Leben zu sein, soweit man sie nach ihren Handlungen beurteilen konnte.
Und dies war das einzige Mal, daß Karellen zornig geworden war oder wenigstens zornig gewirkt hatte. „Sie können einander töten, wenn Sie wollen“, hatte die Botschaft gelautet, „das ist eine Sache zwischen Ihnen und Ihren eigenen Gesetzen. Aber wenn Sie, außer für Nahrung oder in Selbstverteidigung, die Tiere töten, die Ihre Welt mit Ihnen teilen, dann sind Sie mir verantwortlich.“
Niemand wußte genau, wie umfassend dieses Verbot war oder was Karellen tun würde, um es durchzusetzen. Sie brauchten nicht lange zu warten.
