
„Wenn Sie recht haben“, sagte er, „so brauche ich nur die Glasscheibe zu zerschlagen.“
Duval seufzte. „Diese unwissenschaftlichen Laien! Meinen Sie, daß die Scheibe aus irgendeinem Material besteht, das Sie ohne Sprengstoff zerschmettern könnten? Und meinen Sie, wenn es Ihnen glücken sollte, daß Karellen die gleiche Luft atmet wie wir? Wäre es nicht prächtig für Sie beide, wenn er etwa in einer Chloratmosphäre gediehe?“
Stormgren kam sich etwas töricht vor. Hieran hätte er denken müssen. „Ja, was schlagen Sie denn vor?“ fragte er etwas gereizt.
„Ich möchte darüber nachdenken. Zunächst müssen wir feststellen, ob meine Theorie richtig ist; wenn sie stimmt, müssen wir etwas über das Material, aus dem die Scheibe besteht, in Erfahrung bringen. Ich werde einige meiner Leute mit der Aufgabe betrauen. Übrigens vermute ich, daß Sie eine Aktentasche bei sich haben, wenn Sie den Oberkontrolleur besuchen. Ist das diese Tasche, die hier liegt?“ „Ja.“
„Sie dürfte groß genug sein. Wir wollen keine Aufmerksamkeit erregen, indem wir sie gegen eine andere austauschen, besonders da Karellen an diese Tasche gewöhnt ist.“
„Was soll ich tun?“ fragte Stormgren. „Heimlich einen Röntgenapparat mitnehmen?“
Der Physiker lächelte. „Ich weiß es noch nicht, aber wir werden uns irgend etwas ausdenken. In vierzehn Tagen werde ich Ihnen mitteilen, was es sein wird.“ Er stieß ein leises Lachen aus. „Wissen Sie, woran mich diese ganze Sache erinnert?“
„Ja“, erwiderte Stormgren sogleich, „an die Zeit, als Sie während der deutschen Besetzung illegal Radioapparate bauten.“
Duval sah enttäuscht aus. „Ja, ich habe das wohl schon einoder zweimal erwähnt. Aber nun noch etwas anderes.“
„Und?“
„Wenn Sie gefangengenommen werden, weiß ich nicht, wozu Sie das Gerät benutzen wollten.“
