
Der Physiker nickte befriedigt vor sich hin, beugte sich vor und deutete mit seinem Bleistift auf Stormgren. „Wie kommen Sie auf den Gedanken, Rikki“, fragte er, „daß Karellens Bildschirm, wie Sie ihn nennen, wirklich das ist, was er zu sein vorgibt?“
„Ich habe ihn immer für echt gehalten; er sieht genau aus wie jeder andere Bildschirm. Was sollte er auch sonst sein?“
„Wenn Sie sagen, daß er wie ein Bildschirm aussieht, so meinen Sie, daß er wie einer von unseren aussieht, nicht wahr?“
„Natürlich.“
„Ich finde das an sich verdächtig. Ich bin überzeugt, daß die Apparate der Overlords nicht etwas so Primitives benutzen wie einen gewöhnlichen Bildschirm — sie werden wahrscheinlich die Bilder unmittelbar im Raum materialisieren. Aber warum sollte Karellen überhaupt ein Fernsehsystem benutzen? Die einfachste Lösung ist immer die beste. Ist es nicht viel wahrscheinlicher, daß Ihr ›Bildschirm‹ in Wirklichkeit nichts anderes ist als eine nur nach einer Seite durchsichtige Glasscheibe?“
Stormgren war so ärgerlich über sich selbst, daß er einen Augenblick schweigend dasaß und die Vergangenheit an sich vorbeiziehen ließ. Von Anfang an hatte er Karellens Aussprüche nie angezweifelt, aber wenn er jetzt zurückblickte: Wann hatte der Oberkontrolleur ihm je gesagt, daß er eine Fernsehanlage benutze? Stormgren hatte es einfach für selbstverständlich gehalten. Dabei war das Ganze eine Art psychologischer Taschen spielerei gewesen, und er hatte sich vollständig täuschen lassen. Natürlich vorausgesetzt, daß Duvals Theorie stimmte. Aber Stormgren zog wieder übereilte Schlußfolgerungen; bisher hatte noch niemand etwas bewiesen.
