
Das gab mir wieder etwas Auftrieb. Schließlich war es doch ein Verbrechen, wenn auch vielleicht ein belangloses und wenig aufregendes, und es war so lange her, seit ich mit Mord und Mördern zu tun gehabt hatte. Die nächsten Worte, die Poirot sprach, überhörte ich fast, doch sollten sie später eine lastende Bedeutung bekommen.
«Das ist der Anfang», sagte Poirot.
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In Andover erwartete uns Inspektor Glen, ein großer, blonder Mann mit einem angenehmen Lächeln.
Ich gebe hier – um der Kürze willen – ein Resümee der bisher bekannten Tatsachen und Anhaltspunkte des Falles wieder.
Das Verbrechen war am Zweiundzwanzigsten um ein Uhr nachts von Constable Dover entdeckt worden, als er während seiner Runde die Tür des Geschäfts kontrollierte und diese sich ohne weiteres öffnen ließ. Er war eingetreten und hatte im ersten Augenblick gedacht, dass niemand in dem kleinen Raum sei. Doch als er mit seiner Taschenlampe in die Winkel leuchtete, sah er den zusammengekrümmten Leichnam einer alten Frau hinter dem Ladentisch liegen. Die sofort an den Tatort gerufene Polizei und der Gerichtsarzt stellten fest, dass die alte Frau durch einen schweren Schlag auf den Hinterkopf getötet worden war, vermutlich getroffen, als sie ein Päckchen Zigaretten vom Gestell nehmen wollte. Der Tod musste sieben bis neun Stunden zuvor eingetreten sein.
«Aber weiter sind wir mit unseren Nachforschungen noch nicht gekommen», erklärte uns der Inspektor. «Wir haben einen Mann eruiert, der um halb sechs Uhr abends in dem Laden Tabak kaufte. Ein zweiter Mann, der um fünf nach sechs hineinging, fand den Laden leer. Niemand zur Bedienung da. Das gibt uns also einen Anhaltspunkt bezüglich der Zeit: zwischen halb sechs und sechs Uhr fünf. Bis jetzt habe ich noch niemanden gefunden, der diesen Ascher in der Nähe gesehen hätte, aber dazu ist es freilich auch noch zu früh. Um neun Uhr abends saß er in den ‹Three Crowns› und soll schon ziemlich angetrunken gewesen sein. Sobald wir ihn erwischen können, wird er in Untersuchungshaft genommen.»
