Poirot nickte heftig Zustimmung.

«Richtig, sehr richtig! Das scheint wirklich äußerst unwahrscheinlich zu sein. Aber man muss eben alle Möglichkeiten in Betracht ziehen. Wie wurde der Leichnam gefunden, ich meine, wie lag er da?»

Der Arzt gab uns eine genaue Schilderung von der Position des Opfers. Er war der Ansicht, dass die alte Frau mit dem Rücken zum Ladentisch stand (und also auch zu ihrem Angreifer), als der Schlag erfolgte. Daraufhin war sie hinter dem Ladentisch zusammengesunken, so dass sie für jeden neu Eintretenden unsichtbar wurde.

Als wir uns bei dem Arzt bedankt und uns verabschiedet hatten, sagte Poirot:

«Bemerken Sie, Hastings, dass wir schon wieder einen Beweis für Aschers Unschuld haben? Wenn er gekommen wäre und seine Frau angeschrien und bedroht hätte, dann wäre sie ihm doch wohl hinter dem Ladentisch Auge in Auge gegenübergestanden. So aber hatte sie dem Mörder den Rücken zugewandt – ganz bestimmt, um ein Päckchen Zigaretten vom Gestell zu nehmen und einem Kunden auszuhändigen.»

Mich überlief es kalt.

«Ziemlich grausig», murmelte ich.

Poirot nickte.

«Pauvre femme.»

Dann sah er auf die Uhr.

«Overton ist nicht weit von hier, glaube ich. Wollen wir hinfahren und uns mit dieser Nichte unterhalten?»

«Sollten Sie sich nicht zuerst den kleinen Laden anschauen, wo das Verbrechen stattgefunden hat?»

«Das möchte ich lieber erst danach tun.»

Weitere Erklärungen schien er nicht abgeben zu wollen, und wenige Minuten später fuhren wir bereits Richtung Overton.

Die Adresse, die der Inspektor uns aufgeschrieben hatte, führte zu einem großen, schönen Haus, das ungefähr eine Meile außerhalb des Dorfes lag.



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