
»… aber die meisten Änderungen betrafen dieses ganze Stoffwechselzeugs. Sie bekommen nie Kinetose — da wurde irgendwie das vestibuläre System umgestaltet — und ihre Muskeln bewahren ihren Tonus bei einem Bewegungspensum von lediglich fünfzehn Minuten maximal am Tag — kein Vergleich mit den Stunden, die Sie und ich während eines langen Aufenthalts bei 0 Ge einzulegen hätten. Ihre Knochen werden überhaupt nicht in Mitleidenschaft gezogen. Sie sind sogar noch resistenter gegen Strahlung als wir. Knochenmark und Gonaden vertragen vier- oder fünfmal soviel Rem, wie wir absorbieren können, bis Galac-Tech uns runter auf den Planeten holt — obwohl die Mediziner darauf drängen, daß die Quaddies ihre Fortpflanzung früh in ihrem Leben erledigen, solange alle diese teuren Gene noch ursprünglich sind. Danach ist das ein richtig warmer Regen für uns: Arbeiter, die nie einen Urlaub auf dem Planeten brauchen, so gesund, daß sie immer weiter und weiter machen, keine hohen Kosten mehr wegen Fluktuation von Arbeitskräften; sie reproduzieren sich sogar selbst.« Van Atta kicherte. Leo brachte die letzten seiner wenigen persönlichen Habseligkeiten unter. »Wohin… kommen sie, wenn sie… hm… in Ruhestand gehen?«, fragte er vorsichtig.
Van Atta hob die Schultern. »Vermutlich wird die Firma da etwas ausarbeiten müssen, wenn die Zeit kommt. Glücklicherweise ist das nicht mein Problem; ich werde vor ihnen in Ruhestand gehen.«
»Was geschieht, wenn sie — kündigen, woandershin gehen? Angenommen, jemand bietet ihnen eine bessere Bezahlung? Galac-Tech hat ja in die ganze Forschung und Entwicklung sehr viel investiert.«
»Ach so. Ich glaube, Sie haben noch nicht ganz kapiert, wie schön der ganze Plan ist. Die kündigen nicht. Sie sind keine Angestellten, sondern lebendes Inventar. Sie werden nicht mit Geld bezahlt — obwohl ich mir wünsche, mein Gehalt würde dem entsprechen, was Galac-Tech pro Jahr für den Unterhalt der Quaddies ausgibt.