Ich konnte nicht widerstehen und sagte: «Bin ich froh, dass ich mit solchen Problemen nichts zu schaffen hab.»

«Ich auch.» Mutter ging über den Sand, die Arme zur Balance ausgestreckt wegen der Kühltasche, die schwer war von all den Getränken, wie gesagt. Louise folgte ihr mit dem Korb. «Du wartest auf Leroy, dann nehmt ihr die Decken und meine Tasche mit dem Werkzeug. Wir suchen den idealen Platz.» Ich lehnte mich ans Auto, an die von Leroy abgewandte Seite, und als er pfiff und zurückkam, holte ich die Klempnertasche heraus und schlug den Kof­ferraumdeckel zu. In der Segeltuchtasche befanden sich Kellen, kleine Eimer, ein Messbecher aus Blech, eine Reißschiene, kleine Eisstiele, Buntpapier, Bindfaden, Schere, ein Fahrtenmesser und ein Fläschchen Nagellack. Leroy folgte mir zu der Stelle, wo Mutter und Tante Louise standen, die Augen mit der rechten Hand beschattend.

Mutter drehte sich um und bedeutete uns winkend, uns zu beeilen. Als wir dort waren, zeigte Louise aufs Wasser. «Guckt mal.» Ein Schwärm kleiner Fische sprang aus dem Wasser, die Sonne färbte ihre silbernen Leiber rot. Beim Eintauchen wühlten sie das Wasser auf. «Menschenskind.» Leroy hielt die Decke an sich gedrückt.

«Die werden wohl von 'nem Hai oder so gejagt.» Mutter erforschte die Natur und

kannte Vögel und Vogelstimmen, Tiere, Bäume und Wildblumen.

Sie brachte mir das alles bei, dazu die verschiedenen Rufe für Paarung,

Revierverteidigung sowie den «Wunschlos-glücklich-Ruf», wie sie das nannte.

Leroy drückte die Decke fester an sich. «Ich geh nicht ins Wasser.»

«Jetzt sowieso nicht. Sonnenaufgang ist Frühstückszeit für alle Kreaturen, und

deine kleinen Zehen sehen so lecker aus», neckte Mutter ihn.

«Ich lass die Turnschuhe an», erwiderte er ernst.

Louise küsste ihn lachend auf die Wange. «Lieber nicht. Wenn das Wasser sich



9 из 60