
Die Pistolen sahen harmlos aus, konnten aber kurze Energieimpulse von einem bis fünfhundert in der Sekunde ausstrahlen, wobei letztere zwar nicht zielgenau waren, aber ein kleines Regiment niedermähen konnten. Es gab eine Einstellungsmarke ›Betäubung‹, mit der ein Mensch für eine halbe Stunde oder länger gelähmt werden konnte, aber die beiden Männer stellten die Waffen auf höchste Leistung ein.
Weit im Süden lagen sieben Tote.
Brazil schob sich in der unheimlichen Stille des Beinahe-Vakuums aus der Luke und ging hinter dem Boot in Deckung. Hain mühte sich hinter ihm heraus und stellte sich am Bug auf.
Brazil trat langsam vor.
Er hatte die erste der beiden Maschinen nach weniger als zwei Minuten erreicht.
»Noch kein Lebenszeichen«, sagte er über Funk. »Ich steige hinauf und schaue hinein.«Er kletterte die Außenleiter hoch und ging zur Einstiegsluke. »Immer noch nichts. Also.«Es dauerte nur drei Minuten länger, hineinzusteigen und festzustellen, daß niemand an Bord war. Er durchsuchte auch die zweite Maschine, die ebenfalls leer war, allerdings erkennen ließ, daß darin jemand viele Stunden verbracht hatte.
Brazil rief sie alle zu sich und warf einen belustigten Blick auf Vardia, die ihren kleinen Degen umklammerte.
»Seht euch hier den Boden an«, sagte er und deutete auf die Fußabdrücke einer Person im Druckanzug, die zu einer Stelle führte, wo in weitem Umkreis der Staub aufgewühlt war. »Meine Theorie scheint zu stimmen. Der erste war hier, sah den zweiten landen und versteckte sich auf der Maschine. Als der Verfolger niemanden sah, ging er hierher und wurde von oben angesprungen. Sie kämpften hier miteinander, dann ergriff der eine die Flucht, und der andere lief hinter ihm her.«
Vardia folgte den Spuren mit dem Blick. Plötzlich erstarrte sie und glotzte auf den Boden.
»Captain! Kommt alle her!«rief sie drängend. Sie stürmten auf sie zu. Sie zeigte auf den Boden vor sich.
