
Der feine Staub war hier dünner, und das Gestein war hier eher grau als rötlich, aber zuerst sahen sie nicht, was sie meinte. Brazil ging hin und bückte sich. Dann begriff er.
An der Stelle, wo ein Mann hingetreten war, genau dort, wo die beiden Gesteinsflächen sich berührten, war ein halber Fußabdruck zu sehen. Wo das Grau begann, war der Staub unberührt.
»Wie ist das möglich, Captain?«fragte Vardia erschrocken.
»Es muß eine Erklärung geben. Ich bin sicher, daß die Spuren drüben weitergehen.«
Sie gingen ein ganzes Stück auf dem grauen Boden weiter. Plötzlich blieb Vardia stehen und schaute sich um.
»Captain!«stieß sie entsetzt hervor. Die anderen folgten ihrem Beispiel und drehten sich ebenfalls um. Vardia zeigte auf die Schiffe, wo sie hergekommen waren.
Da waren keine Flugzeuge. Da war kein Rettungsboot. Nur eine öde, ununterbrochene rötliche Ebene, die sich bis hin zu den Bergen erstreckte.
»Ja, aber was…«stieß Brazil hervor.
»Was ist passiert?«fragte Hain mit dünner Stimme.
Plötzlich machte sich eine Vibration bemerkbar, einem kleinen Erdbeben vergleichbar. Sie stürzten alle zu Boden.
Brazil fing den Sturz ab und blieb auf Händen und Knien liegen. Er riß den Kopf hoch.
Die ganze Umgebung schien plötzlich von unheimlichen, blauweißen Blitzen erfüllt zu sein, die zu Tausenden aufzuckten.
Wu Julee schrie gellend auf.
Dann gab es nichts als Dunkelheit und die seltsamen, bläulichen Blitze, die jetzt mit goldenen Funken vermischt zu sein schienen. Sie hatten alle das Gefühl, als stürzten sie hinab, wirbelten durch die Luft einem bodenlosen Abgrund entgegen. Es gab kein Oben, kein Unten, nichts als dieses Schwindelgefühl.
Und Wu Julee kreischte ununterbrochen.
Plötzlich lagen sie auf einer flachen, glasglatten, schwarzen Oberfläche. Ringsum brannte Licht, und sie schienen ein Bauwerk vor sich zu haben — so, als befänden sie sich in einem großen Lagerhaus.
