
Warum, zum Beispiel, paßte er nicht in die Abenteuer? Von den vielen tausend Formen der Erholung in dieser Stadt waren sie die populärste.
Wenn man in ein Abenteuer eintrat, war man nicht nur passiver Beobachter wie bei den rohen Vergnügen primitiver Zeiten, die Alvin gelegentlich ausprobiert hatte. Man war aktiv daran beteiligt und besaß — oder es schien jedenfalls so — freien Willen. Die Ereignisse und Szenen der Abenteuer waren zwar von inzwischen vergessenen Künstlern vorbereitet worden, aber sie erlaubten einen beachtlichen Spielraum. Man konnte sich mit seinen Freunden in diese Phantasiewelten begeben, jene Spannung suchen, die es in Diaspar nicht gab — und solange der Traum dauerte, war er nicht von der Wirklichkeit zu unterscheiden. In der Tat, wer konnte mit Sicherheit behaupten, daß nicht Diaspar selbst der Traum war?
Niemand konnte jemals alle Abenteuer erschöpfen, die seit dem Beginn der Stadt erdacht und aufgezeichnet worden waren. Sie wirkten auf alle Gefühle und waren von einer unendlich mannigfaltigen Spitzfindigkeit.
Einige, vor allem bei den ganz Jungen sehr beliebte, waren unkomplizierte Entdecker- und Abenteuerromane. Andere stellten sich als Erforschungen psychologischer Zustände dar, während wieder andere Übungen in Logik oder Mathematik waren, die fortgeschritteneren Geistern Vergnügen bereiteten.
Aber obwohl die Abenteuer seine Freunde zu befriedigen schienen, ließen sie Alvin stets mit einem Gefühl der Unvollständigkeit zurück. Trotz all ihrer Farbigkeit und Spannung, ihrer ständig wechselnden Örtlichkeiten und Themen — es fehlte etwas.
Es gab keine großen Ausblicke, keine der welligen Landschaften, nach denen sich seine Seele sehnte.
