„Seltsam, sehr seltsam!" murmelte Doktor Boril. „Dieser unstete Blick, wie bei einem Neugeborenen, diese unregelmäßigen Bewegungen der Arme und Beine! Interessant, höchst interessant!" erregte sich der Doktor. „Der Fall könnte sich als sehr wertvoll für die Wissenschaft erweisen. Liebe Frau!" wandte er sich an Alona. „Ich bin bereit, Ihren Mann zu behandeln, und zwar völlig unentgeltlich."

Der gutmütige Doktor achtete nicht auf die Dankesworte der Frau und befahl, Ortega nach Hause zu tragen, der, als man ihn auf die Beine gestellt hatte, keinen Schritt tun konnte. Borilf olgte der Bahre.

DAS SCHLAFWASSER

Doktor Boril verbrachte Tag und Nacht am Lager Ortegas, der in vielem einem Säugling glich. Er wußte nicht, wie man ißt, und man mußte ihn mit dem Löffel füttern. Er sprach kein Wort und lallte nur. Er verstand nicht, was man zu ihm sagte, und war wie taub, wenn man ihn beim Namen rief…

„Ein seltsamer Fall", murmelte Doktor Boril und rieb sich die Hände. „Das sollte man den oberirdischen Doktoren erzählen! Ich wette meinen Kopf, daß bei ihnen dergleichen noch nie vorgekommen ist!" Die Wiederherstellung der verlorenen Fähigkeit ging bei Ortega erstaunlich schnell voran. Schon am Abend sagte er „Papa" und „Mama", was aus dem Munde des bärtigen Mannes sehr komisch klang, und machte die ersten zaghaften Schritte an der Hand seines Sohnes. Am folgenden Tag war seine Sprache völlig normal und das Bewußtsein klar. Kuoto, sein Gehilfe, erzählte ihm stundenlang allerlei Jagderlebnisse, die allmählich im Gedächtnis Ortegas wieder auflebten. Nach einem weiteren Tag angespannten

Unterrichts konnte der Jäger, von Doktor Boril zum König geführt, sein

ungewöhnliches Erlebnis im Labyrinth erzählen.



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