„Aber als wir dich fanden, war das Becken doch leer!" rief Kuoto, der

mitgekommen war, und fügte rasch hinzu: „Bitte ergebenst um Verzeihung,

Majestät, daß ich die Anstandsregeln verletzt habe."

„Wieso leer?" fragte Ortega den Gehilfen.

„Es war kein Tropfen Wasser drin", versicherte Kuoto. „Unmöglich!" ereiferte sich Ortega. „Ich habe doch nicht geträumt!" „Vielleicht! habt! Ihr! es! doch! geträumt!" sagte Doktor Robil höhnisch. „Ihr! habt! so! fest! und! so! lange! geschlafen!" Man rüstete eine Expedition unter der Führung des völlig wiederhergestellten Ortega aus, die das Labyrinth untersuchen sollte. Außer den Jägern gingen der Minister für Ackerbau und der Minister für Industrie König Ukondas sowie die Doktoren Boril und Robil mit. Ortega staunte nicht wenig, als man, am Becken angekommen, dieses völlig trocken vorfand.

„Wie ist das möglich?" murmelte er. „Ich kann mich ja genau erinnern, daß der Schlaf mich übermannte, nachdem ich aus diesem Becken getrunken hatte. ."

Die Schar wollte wieder abziehen, aber da sprach Doktor Boril einen Gedanken aus, der später das Leben im Lande der unterirdischen Erzgräber völlig verändern sollte. Er sagte:

„Vielleicht tritt das Wasser hier hervor und verschwindet dann wieder? Vielleicht fließt es von Zeit zu Zeit aus dem Felsen und versickert dann?" Doktor Robil lachte über diese Vermutung, und der gekränkte Doktor Boril schlug vor, man solle sie doch überprüfen.

„Laßt uns eine Woche hier verweilen oder zwei, oder einen Monat!" rief er. „Vielleicht! ein! Jahr!?" fragte spöttisch Doktor Robil. „Falls das Wasser nach einem Monat nicht da ist, gebe ich mich geschlagen", sagte tapfer Boril. „Dann will ich zum Zeichen meiner Niederlage auf allen vieren eine Runde um die Stadt der sieben Könige machen!" „Das! ist! mir! recht!" schmunzelte Robil.



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