
Siebzehnmal änderte Bofaro sein Vermächtnis, bis er, des Klatsches und der Intrigen seiner zukünftigen Erben müde, auf einen Gedanken kam, der ihm die Ruhe wiedergab. Er ernannte nämlich alle sieben Söhne zu seinen Erbfolgern. Sie sollten, so besagte das Vermächtnis, der Reihe abwechselnd je einen Monat regieren. Damit sie sich nicht stritten und nicht bekriegten, mußten sie dem Vater schwören, daß sie immer in Frieden leben und die Reihenfolge der Herrschaft genau einhalten würden.
Der Eid fruchtete aber nichts. Gleich nach dem Tod Bofaros begannen die Brüder miteinander zu streiten, wer als erster die Herrschaft antreten solle.
»Wir müssen die Reihenfolge der Herrschaft nach unserem Wuchs bestimmen. Ich bin der Größte, und darum werde ich als erster regieren«, sagte Prinz Wagissa.
»Mit Verlaub«, entgegnete der dicke Gramento, »wer mehr wiegt, hat mehr Verstand, also soll die Waage entscheiden, wer als erster zu regieren hat.«
»Du hast viel Fett, aber keinen Verstand«, schrie Prinz Tubago. »Mit den Geschäften des Königreichs wird der Stärkste am besten fertig. Ich nehme es mit dreien von euch auf. Tretet vor und laßt uns unsere Kräfte messen!« brüllte er, seine riesigen Fäuste schwingend.

Es kam zu einer Rauferei, bei der einer der Brüder etliche Zähne verlor, während die anderen blauunterlaufene Augen und ausgerenkte Arme und Beine davontrugen…

