Aber dieser Moment kam nicht. Die Atlanter waren entweder ausgebildete Soldaten oder sie hatten einige Erfahrung mit Situationen wie dieser, denn sie ließen ihnen nicht einmal die geringste Chance einen Befreiungsversuch zu starten. Eine halbe Stunde, nachdem die Sonne aufgegangen war, fanden sie sich alle im Salon der NAUTILUS wieder. An ihrer Lage hatte sich nicht viel geändert. Tarras deutete zwar jetzt nicht mehr direkt mit seiner Waffe auf Serena, aber sein Kumpan und er standen hinter dem Steuerpult und hielten Serena als lebenden Schutzschild vor sich, während Mike und die anderen am entgegengesetzten Ende des großen Raumes Aufstellung nehmen mussten.

Argos hatte sich auf die Bank unter dem Fenster gesetzt und starrte ins Leere. Der betroffene Ausdruck war nicht aus seinem Gesicht gewichen. Aber Mike empfand zumindest in diesem Moment noch keine Spur von Mitleid mit ihm.

»Das also ist die sagenumwobene NAUTILUS«, sagte Tarras, nachdem er sich eine Weile in dem Salon umgesehen hatte. Er hatte die Pistole unter den Gürtel geschoben, hielt die rechte Hand aber immer griffbereit in ihrer Nähe, sodass nicht die geringste Chance bestand, ihn zu überwältigen, bevor er sie ziehen konnte. Er warf einen weiteren nachdenklichen Blick in die Runde und schüttelte dann den Kopf. »Ich hätte sie mir etwas besser in Schuss vorgestellt. Andererseits ... wenn man bedenkt, wie alt sie ist.«

»Sie ist in diesen Zustand geraten, weil wir diesen verräterischen Mistkerl da retten wollten«, grollte Mike mit einer Geste auf Argos.

Tarras lächelte. »Das ist sehr nobel von euch, mein Junge. Aber keine Sorge. Wenn wir erst einmal zu Hause sind und ein wenig Zeit und Arbeit investiert haben, dann sieht sie wieder aus wie neu.«

»Ist es das, was Sie wollen?«, fragte Trautman. »Nach Hause?«

Tarras nickte. »Was sonst?«



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