reichte es ihm. Zögernd griff Mike zu. Das Fleisch war so heiß, dass er sich Finger und Zunge verbrannte, aber es war das Köstlichste, was er jemals gegessen hatte. Fleisch war nichts, was man jeden Tag bekam. Und ein so gutes Stück wie dieses hatte er noch nie gehabt.

»Schmeckt es?«, fragte der Krieger amüsiert. Mike nickte. »Es ist fantastisch«, sagte Mike mit vollem Mund. Bratensaft tropfte an seinem Kinn herab. »So etwas Gutes habe ich noch nie gegessen. Was ist es?« »Raubkrabbe«, antwortete der Krieger. Mike blieb der Bissen im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken und das Glitzern in den Augen

des Kriegers wurde noch spöttischer. »Nur keine Hemmungen«, sagte er. »Es gibt keinen Grund, aus dem

sie uns nicht ebenso gut schmecken sollten, wie wir ihnen.« Mike kaute fast widerwillig weiter, aber der Krieger hatte vollkommen Recht: Das Fleisch des Tieres schmeckte köstlich.

»Hast du gut geschlafen?«, fragte der Krieger. »Ja, Herr«, antwortete Mike. Der Krieger verzog das Gesicht. »Hör auf, mich Herr zu nennen. Mein Name ist Sarn.« »Sicher, Herr«, sagte Mike, schluckte den Bissen hinunter, an dem er gekaut hatte, und verbesserte sich: »Sarn.«

»Gut«, sagte Sarn. »Wir marschieren weiter, sobald du gegessen hast. Kannst du klettern?« Mike

antwortete nicht gleich. So verrückt es klang: Er wusste es nicht. »Ich ... hoffe es«, sagte er zögernd. »Nun, wir werden es herausfinden«, sagte Sarn. »Kannst du dich jetzt besser erinnern? An diese seltsamen Namen, von denen du gesprochen hast? Oder das Felltier?«

Astaroth. Der Name stand plötzlich und so klar in seinem Bewusstsein, dass er sich unwillkürlich umsah, ob das Felltier vielleicht in der Nähe stand und wieder auf seine unheimliche lautlose Weise mit ihm sprach. Sie waren jedoch allein. Nach einigen Augenblicken schüttelte er den Kopf.



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