
Tarras lachte schrill. »Ja, das hat er dir erzählt, nicht wahr? Aber hast du es jemals selbst gesehen?«
»Nein«, sagte Serena.
»Nun«, erklärte Tarras, mit einem breiten Grinsen, »das wirst du. Vielleicht denkst du anschließend über die Großzügigkeit deines Vaters etwas anders.«
»Sie reden, als ob Sie ihn gekannt hätten«, sagte Mike.
»Kaum«, erwiderte Tarras. »Dieses Vergnügen hatte ich leider nicht. Und wenn, dann wäre es für einen von uns beiden ein sehr kurzer Spaß gewesen, das schwöre ich dir.«
»Wenn es nicht so ist, wie Serena sagt, wie war es dann?«, wollte Juan wissen.
»In einem Punkt hat sie die Wahrheit gesagt«, antwortete Tarras. Er machte eine wütende Geste auf die riesige unterseeischen Kuppel, die ganz langsam zu dem Schiff emporzusteigen schien. »Es war ihr Vater, der dieses Monstrum erbauen ließ. Aber nicht für gewöhnliche Verbrecher. Unsere Vorfahren waren keine Räuber und Diebe, wie sie euch glauben machen will.«
»Was dann?«
»Es waren Menschen, die nur ihre Freiheit wollten«, antwortete Argos an Tarras’ Stelle. Seine Stimmewar sehr leise und sehr traurig. »Ihr einziges Verbrechen bestand darin, die Herrschaft des Königs von is nicht anzuerkennen. Sie haben sich gegen seine Tyrannei aufgelehnt. Er ließ diesen Aufstand blutigniederschlagen, aber die, die überlebten, hörten nicht auf gegen ihn zu kämpfen. Also befahl er sie in Ketten zu legen und Lemura zu erbauen. Die meisten von ihnen starben während dieser Arbeit, denn sie dauerte fast ein Menschenleben lang. Und die, die sie überlebten, wurden in dem Gefängnis, das sie selbst errichtet hatten, ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen.«
