
Als er erwachte, lag ein pelziges Gewicht auf seiner Brust und das Erste, was er sah, war Astaroths einziges gelb glühendes Auge, das ihn aus wenigen Zentimetern Abstand anstarrte.
»Was soll das?«, murmelte Mike schlaftrunken. »Willst du mich umbringen? Irgendwann werde ich aufwachen und feststellen, dass ich tot bin, weil du mich im Schlaf erstickt hast.«
Alles Verleumdung,erklang Astaroths Stimme in seinen Gedanken.Katzen tun so etwas nicht. Das ist nur ein Gerücht, das von katzenhassenden Hundeliebhabern in die Welt gesetzt wurde.
Mike war noch nicht wach genug, um einem so komplizierten Gedankengang zu folgen. Benommen setzte er sich auf und schwang die Beine vom Bett. Astaroth wurde mehr oder weniger unsanft von seiner Brust heruntergeschleudert und landete mit typischer Katzengeschicklichkeit auf allen vier Pfoten. Trotzdem schenkte er Mike einen beleidigten Blick. »Was willst du eigentlich?«, fragte Mike, während er ein Gähnen unterdrückte und sich mit beiden Händen über die Augen rieb.
Entschuldige, dass ich deinen Schönheitsschlaf gestört habe,antwortete Astaroth beleidigt.Obwohl du ihn weiß Gott nötig
genug hättest. Trautman schickt mich. Wir haben unser Ziel erreicht und tauchen gleich auf. Außerdem ist das Essen fertig.
»Essen?«,fragteMikemisstrauisch.»WerhatheuteKüchendienst?«Ben,antworteteAstaroth.Erklangjetzteindeutig
schadenfroh.Aber an deiner Stelle würde ich mich nicht zu laut beschweren. Trautman ist nicht besonders gut gelaunt.
Mike stand auf und begann sich anzuziehen. »Ist er immer noch sauer wegen der Wache?«
