
»Mein Gott!«, keuchte Mike, während er sich wieder hochrappelte. »Was war das?«
»Eine Wasserbombe«, antwortete Trautman. »Die schießen auf uns! Sie müssen vollkommen wahnsinnig geworden sein!«
Wie um seine Worte noch zu bestätigen, flammte eine zweite Feuerkugel im Meer auf; diesmal aber so weit entfernt, dass die NAUTILUS nur sacht erzitterte.
»Wasserbomben?«, stammelte Ben. »Aber ... aber warum denn? Wir haben keinen Streit mit dem Kaiserreich!«
Trautman zog den Kopf zwischen die Schultern, als die NAUTILUS unter einer dritten, diesmal wieder näheren Explosion erzitterte. »Sag das denen da!«, antwortete er mit einer Kopfbewegung zur Decke. »Singh! Volle Kraft voraus!«
Die NAUTILUS nahm Fahrt auf. Noch zweimal erbebte das Schiff unter den Druckwellen explodierender Wasserbomben, dann waren sie aus der Gefahrenzone heraus und Trautman atmete erleichtert auf.
»Das war knapp«, sagte er noch einmal.
Die Tür flog auf und Serena und Juan stürzten herein. »Was ist passiert?«, keuchten beide wie mit einer Stimme.
»Jemand schießt auf uns«, antwortete Ben. »Offenbar sind wir in der Gegend hier nicht sehr beliebt.«
»Jemand schießt auf uns?«, wiederholte Juan ungläubig.
»Wer?«, fragte Serena.
Trautman machte eine rasche Handbewegung. »Jetzt nicht«, sagte er. »Wir müssen möglichst schnell von hier weg. Singh – Kurs Nordnordwest. Volle Kraft voraus!«
Sie brauchten vier Stunden, um die hundertfünfzig Seemeilen zurückzulegen, die Trautman als Sicherheitsabstand zu dem deutschen Kreuzer als nötig erachtete – ein Bruchteil der Zeit, die ihr Verfolger für dieselbe Strecke brauchen würde. Mike verbrachte fast die gesamte Zeit in seiner Kabine und irgendwann schlief er sogar ein.
