Trautman zuckte erneut mit den Schultern. »Keine Ahnung«, gestand er. »Aber ich glaube nicht an Zufälle. Jedenfalls nicht an solche. «

Mike nickte langsam. »Und jetzt, wo niemand mehr da ist, den es beschützen muß... «

Trautman wiegte den Kopf. »Ja, so könnte es gewesen sein. « Aber sehr überzeugt klang er nicht. »Warum machen wir uns dann noch Sorgen?« fragte Ben. »Ich meine, wenn es wirklich von einem anderen Stern gekommen ist und sich jetzt wieder auf dem Rückweg dorthin befindet, können wir ihm sowieso nicht folgen. «

»Und wenn nicht?« fragte Chris. Er deutete auf das Fenster, dann nach oben, zur Decke des Salons. »Nur, weil es nicht mehr da ist, muß es nicht zwangsläufig dort sein, oder?«

Ben verdrehte die Augen. »Warum müßt ihr eigentlich immer alles so kompliziert machen? Es ist nicht mehr da, basta. Was sollen wir tun? Vielleicht den gesamten Ozean danach absuchen? Das ist doch sinnlos. « »Und wenn Serena recht hat?« fragte Chris. »Wenn dieses Ding wirklich gefährlich ist?« »Wenn, wenn, wenn!« maulte Ben. »Wir können es nicht ändern, oder? Wir wissen ja nicht einmal, wo wir danach suchen sollen. «

»Genug!« fuhr Trautman dazwischen. »Es nutzt niemandem etwas, wenn wir uns streiten. Ich schlage vor, wir gehen noch einmal hinüber zur TITANIC und sehen uns gründlich um. Vielleicht finden wir irgendwelche Spuren, die uns weiterhelfen. « »Aber das ist doch nichts als Zeitverschwendung«, beharrte Ben.

»Niemand zwingt dich, mitzukommen«, antwortete Trautman scharf. »Du kannst hierbleiben oder mitkommen, ganz wie du willst. Aber wir haben wirklich keine Zeit für endlose Diskussionen. «

Nicht nur Ben starrte Trautman verwundert an. Für eine Sekunde breitete sich ein allgemeines Schweigen aus. Keiner hier war diesen Ton von Trautman gewohnt, und Mike konnte sich tatsächlich an keine einzige Gelegenheit erinnern, bei der Trautman seine Autorität jemals so ausgespielt hatte. Verblüfft fragte er sich, was in ihn gefahren sein mochte. Er bekam sogar unerwartet eine Antwort auf diese Frage.



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