Er hat Angst, wisperte die Stimme des Katers in seinen Gedanken.

Mike konnte im letzten Moment den Impuls unterdrücken, laut zu antworten, sah den Kater aber fragend an. Angst? antwortete er auf die gleiche, lautlose Art. Wovor?

Astaroth erwies sich als ein weitaus talentierterer Schauspieler, als Mike es war, denn er hockte seelenruhig auf seinem Hinterteil und schien voll und ganz damit beschäftigt zu sein, seine Vorderpfoten zu lecken. Da jedermann an Bord wußte, daß der Kater imstande war, Gedanken zu lesen, hatten sie Astaroth schon vor langer Zeit das Versprechen abgenommen, es nicht ohne ihr Einverständnis zu tun. Astaroth hatte zwar auf seine typische, überheblich-spöttische Art darauf geantwortet, schließlich aber doch eingesehen, daß Menschen es nun einmal nicht mochten, wenn man in ihren innersten Gedanken las wie in einem offenen Buch. Natürlich tat er es dann und wann trotzdem, und ebenso natürlich argwöhnten alle an Bord, daß es so war -alle außer Mike. Er wußte, daß der Kater nicht die geringste Absicht hatte, sein Versprechen einzuhalten. Wer hätte jemals von einer Katze gehört, die sich an eine Abmachung hielt -außer, es war zu ihrem Vorteil? Wovor hat er Angst? Doch nicht vor dieser uralten Geschichte?

Nein, antwortete der Kater. Gewiß nicht. Er hat Angst, daß dieses Sternenschiff gefunden werden könnte. Wieso?

Bist du so begriffsstutzig, oder tust du nur so? fragte Astaroth patzig. Deine Brüder und Schwestern führen seit drei Jahren einen Krieg gegeneinander, der allmählich die ganze Welt in Brand zu setzen beginnt. Was glaubst du wohl, würde passieren, wenn eine der beiden Seiten dieses Schiff in die Hände bekäme? Sie haben schon Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um der NAUTILUS habhaft zu werden.



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