
Sicherlich nicht perfekt, aber doch hinlänglich genug, um das Schiff zu steuern und damit in Bereiche des Ozeans vorzustoßen, die noch kein Mensch vor ihnen gesehen hatte. In diesen Jahren war sehr viel geschehen. Sie hatten nicht nur die NAUTILUS gefunden und gelernt, damit umzugehen, Mike hatte auch erfahren, wer er wirklich war, nämlich niemand anderer als der Sohn des berühmten Kapitän Nemo und somit der legitime Erbe nicht nur eines gewaltigen Vermögens, sondern auch dieses Schiffes, das von den meisten Menschen nur für eine Legende gehalten wurde. Er und die anderen, die damals dabeigewesen waren, führten seither ein vollkommen neues, aufregendes Leben, ein Leben voller Abenteuer und Gefahren, voller bizarrer Entdeckungen und phantastischer Reisen, wie es sich jeder Junge seines Alters wahrscheinlich erträumt hätte. Und trotzdem hatte er manchmal das Gefühl, daß in diesem Leben etwas fehlte. Er hatte zum Beispiel niemals wirklich seine Eltern kennengelernt. Und es gab Tage, da wünschte er sich fast, ein ganz normales Leben zu führen: zur Schule zu gehen, eine Familie zu haben, Freunde und ein richtiges Zuhause, kein Unterseeboot, das ruhelos über die Weltmeere fuhr und nirgendwo länger als einige Tage vor Anker ging. Diese Gedanken kamen ihm in letzter Zeit öfter. Meistens verscheuchte er sie, denn sie erschreckten ihn. Vielleicht wurde er aber allmählich erwachsen. Und vielleicht begann er auch zu begreifen, warum ihm sein Vater niemals erzählt hatte, wer er wirklich war. Wahrscheinlich weil er dir sein eigenes Schicksal ersparen wollte, wisperte eine Stimme in seinen Gedanken. Mike drehte sich herum und blickte auf Astaroth herab, den einäugigen schwarzen Kater, der vielleicht sein bester Freund hier an Bord war; zumindest der einzige, der nicht nur mit ihm reden, sondern tatsächlich seine Gedanken lesen konnte.