Doch er bekam nur statisches Rauschen zur Antwort. »Verflucht!« Er ging zum höchsten Punkt des Strandes hinüber, wo der Mann und die Frau warteten. Zu dem Mann sagte er: »Ich brauche Sie gleich«, dann ging er noch ein paar Schritte und versuchte erneut, eine Funkverbindung herzustellen. »Rufen Sie den Coroner an«, trug er dem Sergeant auf, der den Funkdienst in der Wache in Cas- velyn versah. »Wir müssen den Leichnam wegschaffen. Hier kommt eine verdammt hohe Flut, und wenn wir den Kerl nicht bewegen, wird er weggespült.«

Und dann warteten sie, zur Untätigkeit gezwungen; die Minuten verstrichen, das Wasser stieg, bis endlich das Funkgerät fiepte. »Co- roner . einverstanden . von der Flutlinie . Straße«, krächzte die Stimme. »Welche … Fundort … gebraucht?«

»Kommen Sie hier raus, und bringen Sie Ihre Regenjacke mit! Irgendjemand soll die Wache besetzen, während wir weg sind.«

»Kennen . Toten?«

»Irgendein Junge. Keine Ahnung, wer es ist. Sobald wir ihn von der Klippe geholt haben, sehe ich nach, ob er einen Ausweis bei sich hatte.«

Mick trat auf den Mann und die Frau zu, die in sich gekehrt ein paar Schritte voneinander entfernt standen und dem Wind und Regen den Rücken zugewandt hatten. Zu dem Mann sagte er: »Ich weiß zwar nicht, wer Sie sind, aber wir haben einen Job zu erledigen, und ich will nicht, dass Sie irgendwas anderes machen als das, was ich Ihnen jetzt sage. Kommen Sie mit!« An die Frau gerichtet, fügte er hinzu: »Und Sie auch.«

Sie suchten sich einen Weg über die Felsbrocken. Die Flut hatte den Sand bereits bedeckt. Im Gänsemarsch überquerten sie den ersten Schieferfelsen. Auf halbem Weg blieb der Mann stehen und streckte Daidre Trahair die Hand entgegen, um ihr behilflich zu sein. Doch sie schüttelte den Kopf. Es gehe schon, versicherte sie ihm.

Als sie den Leichnam erreichten, leckte die Flut bereits an dem Felsen, auf dem er lag. Zehn Minuten später, und er wäre fortgespült worden. Mick gab seinen beiden Begleitern Anweisungen. Der Mann solle ihm helfen, die Leiche zum Strand zu tragen, und die Frau alles aufsammeln, was herumliegen mochte. Das war im Sinne der Spurensicherung nicht optimal, aber sie hatten keine Wahl. Es blieb keine Zeit, um auf die Profis zu warten.



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