»Mrs. Ross will nur besten Branntwein verwenden, Liebling. Sie sagt, davon hängt alles ab.«

»Ist schon gut. Es ist nur einmal im Jahr Weihnachten, und Mrs. Ross ist eine hervorragende Köchin.«

»Das stimmt wirklich«, sagte Colin. »Der Plumpudding schmeckt wundervoll - hm.«

Er stopfte sich genießerisch ein neues Stück Pudding in den Mund. Zaghaft, fast zimperlich nahm Poirot seinen Pudding in Angriff. Er aß einen Löffel voll. Es schmeckte herrlich! Er aß einen zweiten Löffel voll. Leise klappernd fiel etwas auf seinen Teller. Er untersuchte es mit der Gabel. Bridget - sie saß links von ihm - half ihm dabei.

»Sie haben da etwas, Monsieur Poirot«, sagte sie. »Ich bin gespannt, was es ist.«

Poirot löste etwas Kleines, Silbernes aus den Rosinen heraus, die daran klebten.

»Monsieur Poirot hat den Junggesellenknopf!« rief Bridget.

Hercule Poirot tauchte den kleinen Silberknopf in das Wasserschälchen, das neben seinem Teller stand, und wusch die Krumen ab.

»Der Knopf ist sehr hübsch«, stellte er fest.

»Das bedeutet, daß Sie Junggeselle bleiben, Monsieur Poirot«, erklärte ihm Colin hilfsbereit.

»Ich habe auch nichts anderes vor«, antwortete Poirot ernst. »Seit vielen langen Jahren bin ich Junggeselle, und es ist unwahrscheinlich, daß sich dieser Zustand ändern wird.«

»Nur nicht verzweifeln«, erklärte Michael. »Ich habe in der Zeitung gelesen, daß neulich ein Fünfundneunzigjähriger ein zweiundzwanzigjähriges Mädchen geheiratet hat.«

»Du machst mir Mut.«

Plötzlich schrie Oberst Lacey auf. Sein Gesicht lief dunkelrot an. Er griff sich an den Mund.

»Verdammt noch mal, Emmeline!« brüllte er. »Warum zum Donnerwetter erlaubst du der Köchin, Glas in meine Portion zu tun?«

»Glas?« rief Mrs. Lacey erstaunt aus. Oberst Lacey holte den Gegenstand seines Ärgers aus dem Mund.



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