»Hätte mir einen Zahn ausbrechen können«, schnauzte er. »Oder hätte das verdammte Ding verschlucken und eine Blinddarmentzündung bekommen können.« Er ließ das Glasstück in sein Wasserschälchen fallen, spülte es ab und hielt es hoch. »Es ist ein roter Stein aus einem Knallbonbon.«

»Erlauben Sie?«

Monsieur Poirot beugte sich sehr geschickt an seinem Nachbarn vorbei, nahm Oberst Lacey den Stein aus der Hand und untersuchte ihn aufmerksam. Es stimmte, was der Hausherr gesagt hatte. Der Stein war ziemlich groß und rot. Er hatte die Farbe eines Rubins. Während Poirot ihn herumdrehte, reflektierte der Stein funkelnd das Licht. Ein Stuhl wurde irgendwo am Tisch hart zurückgestoßen und dann wieder herangezogen.

»Puh!« rief Michael aus. »Wär das prima, wenn der Stein echt wäre.«

»Vielleicht ist er echt«, antwortete Bridget hoffnungsvoll.

»Sei kein Esel, Bridget. Ein Rubin in dieser Größe würde viele tausend Pfund kosten, nicht wahr, Monsieur Poirot?«

»Ja, das stimmt.«

»Aber ich kann wirklich nicht begreifen, wie der Stein in den Pudding gekommen ist«, erregte sich Mrs. Lacey.

»Ach«, rief Colin aus, den sein letztes Stück Pudding ablenkte. »Ich habe das Schwein bekommen. Das ist nicht fair.«

Bridget sang sofort los: »Colin hat das Schwein bekommen. Colin hat das Schwein bekommen. Colin ist ein gieriges, verfressenes Schwein!«

»Ich habe den Ring«, rief Diana. Ihre Stimme war hoch und hell.

»Du hast Glück, Diana. Du wirst also als erste von uns heiraten.«

»Und ich habe den Fingerhut«, jammerte Bridget.

»Bridget wird eine alte Jungfer«, sangen die beiden Jungen. »Hoho, Bridget wird eine alte Jungfer!«

»Wer hat das Geld bekommen?« fragte David. »Ein echtes Zehnshillinggoldstück ist im Pudding. Ich weiß es ganz genau, Mrs. Ross hat es mir erzählt.«



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