Mrs. Oliver dachte, ich wünschte, du tätest es. Sie wurde jetzt nervös. Sie überlegte, ob Celia vielleicht ein uneheliches Kind hatte oder kriegte, oder ob man von ihr, Mrs. Oliver, erwartete, daß sie Einzelheiten wüßte. Das wäre sehr peinlich. Andererseits hatte sie Celia seit fünf oder sechs Jahren nicht mehr gesehen. Sie mußte jetzt ungefähr fünfundzwanzig oder sechsundzwanzig sein. Es würde ihr also nicht schwerfallen zu erklären, daß sie keine Ahnung habe.

Mrs. Burton-Cox beugte sich vor und atmete heftig. »Sie müssen es mir sagen, denn ich bin sicher, daß Sie es wissen oder doch vermuten, wie alles gekommen ist. Hat ihre Mutter ihren Vater getötet, oder war es der Vater, der die Mutter tötete?« Mrs. Oliver war auf alles gefaßt gewesen, aber bestimmt nicht darauf. Sie starrte Mrs. Burton-Cox ungläubig an.

»Aber ich - ich verstehe Sie nicht. Ich meine, aus welchem Grund ... «

»Liebe Mrs. Oliver, Sie müssen es doch wissen ... Es war ein berühmter Fall ... Natürlich ist es schon lange her, zehn, zwanzig Jahre mindestens -, aber die Sache erregte damals viel Aufsehen. Ich bin überzeugt, daß Sie sich erinnern! Sie müssen sich erinnern!«

Mrs. Olivers Gehirn arbeitete fieberhaft. Celia war ihr Patenkind. Das stimmte. Celias Mutter ... ja, natürlich! Celias Mutter war Molly Preston-Grey gewesen, mit der sie befreundet gewesen war, wenn auch nicht besonders intim, ja natürlich ... sie hatte einen Mann in der Armee geheiratet ... wie hieß er gleich ... Sir Sowieso Ravenscroft. Oder war er Botschafter? Unglaublich, daß man sich an diese Dinge nicht mehr erinnerte. Sie wußte nicht einmal genau, ob sie Mollys Brautjungfer gewesen war. Sie glaubte, ja. Später hatten sie sich jahrelang nicht gesehen. Sie gingen ins Ausland, in den Mittleren Osten? Nach Persien? Indien? Nur gelegentlich, wenn sie auf Besuch in England waren, hatten sie sich wiedergesehen.



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