
Der vierte Hut war der teuerste von allen Vieren und von außergewöhnlich dauerhafter Eleganz. Vielleicht, dachte Mrs. Oliver manchmal, weil er so teuer gewesen ist. Er war eine Art Turban aus übereinander angeordneten Lagen von verschiedenfarbigem Samt in sehr kleidsamen Pastelltönen, die zu allem paßten.
Mrs. Oliver hielt inne und rief, immer noch im Zweifel, nach Beistand.
»Maria«, rief sie, dann lauter: »Maria! Kommen Sie eine Minute her!«
Maria kam. Sie war es gewohnt, daß Mrs. Oliver sie um Rats, fragte, was sie anziehen sollte. »Werden Sie Ihren hübschen, schicken Hut aufsetzen?« fragte Maria.
»Ja«, antwortete Mrs. Oliver. »Ich wollte wissen, ob er so besser aussieht oder andersherum.« Maria trat zurück und betrachtete Mrs. Oliver prüfend. »Sie haben ihn verkehrt auf.«
»Ja«, antwortete Mrs. Oliver. »Das weiß ich. Aber ich dachte, daß er so irgendwie besser aussähe.«
»Ja, warum denn?«
»Nun, weil es so beabsichtigt ist, nehme ich an. Ich würde nicht von allein draufkommen. Sicher hat es sich die Hutmacherin so vorgestellt«, meinte Mrs. Oliver.
»Wieso finden Sie, daß er dann besser aussieht?«
»Weil man den schönen Blauton und das dunkle Negerbraun sieht, und ich finde, das ist doch hübscher als die Vorderseite mit dem Grün und Rot und der Schokoladenfarbe.«
An diesem Punkt nahm Mrs. Oliver den Hut ab, setzte ihn;; wieder auf und probierte ihn erneut mit der Rückseite nach vorn, mit der Vorderseite nach vorn und dann quer, was weder ihr noch Maria gefiel.
»Quer können Sie ihn nicht tragen. Ich finde, das paßt nicht' zu Ihrem Gesicht. Es paßt zu keinem Gesicht.«
»Ja, das geht nicht. Ich glaube, ich setze ihn doch so auf, wie er gehört.« »Na, sicherer ist es bestimmt«, meinte Maria.
