Sie waren gerade erst gelandet, aber trotzdem hatten sich einige bereits die typischen Islandpullover gekauft. Man trug sich eifrig als Gast in diesem fremden Winterland ein. Erlendur klopfte sich den nassen Schnee vom Mantel.

Sigurður Óli ließ die Blicke über das Foyer schweifen und entdeckte Elinborg bei den Aufzügen. Er stieß Erlendur an, und sie gingen zu ihr hinüber. Sie hatte den Schauplatz bereits in Augenschein genommen. Die Polizisten, die zuerst eingetroffen waren, hatten dafür gesorgt, dass nichts angerührt wurde.

Der Hotelmanager bat händeringend darum, nicht überzureagieren. Das Wort hatte er verwendet, als er anrief. Dies war ein Hotel, und Hotels lebten von ihrer Reputation, und er bat sie, Rücksicht darauf zu nehmen. Deswegen gab es draußen keine Sirenen, und es gab auch keine uniformierten Polizisten, die durch die Halle stürmten und Leute anrempelten. Der Hotelmanager erklärte, dass die Gäste des Hotels unter gar keinen Umständen in irgendeiner Weise beunruhigt werden dürften.

Island durfte nicht zu spannend und abenteuerlich sein.

Jetzt stand der Hotelmanager an der Seite von Elinborg und gab Erlendur und Sigurður Óli die Hand. Der Mann war so fett, dass er kaum in seinen Anzug passte. Das Jackett war über dem Bauch mit einem Knopf zugeknöpft, der sicher nicht mehr lange halten würde. Der Hosenbund verschwand unter dem enormen Bauch, der aus dem Jackett quoll, und der Mann schwitzte so stark, dass er das große, weiße Taschentuch, mit dem er sich in regelmäßigen Abständen Stirn und Nacken abwischte, kaum wegstecken konnte. Der weiße Hemdkragen war schon schweißnass.



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