
Plötzlich sah er es, ein winziges Wesen auf der Straße. Es war über siebzig Zentimeter lang, hatte einen grellroten Pelz mit goldenem Schimmer. Der buschige, fuchsartige Schwanz war fast so lang wie der Körper, der dem eines kleinen Affen glich. Als der Tindler vorsichtig näher kam, gab das Wesen, das von einer Art war, wie er noch nie zuvor eines gesehen hatte, einen stöhnenden Laut von sich; dann sah er, daß eines der Hinterbeine in einem seltsamen Winkel wegstand — fast mit Sicherheit gebrochen.
Die Masse des Tindlers verhinderte, daß er sich verbarg; der Kopf des kleinen Wesens, der auf dem Boden lag, drehte sich und starrte ihn mit kleinen Knopfaugen aus einem sonderbaren Gesicht an, das dem einer Eule glich, versehen auch mit einem winzigen Schnabel.
Der Tindler blieb stehen und schaute sich wachsam um. Obwohl er nachts sehr gut sehen konnte, vermochte er außer den mächtigen, ewig stummen Baumwesen nichts zu erkennen. Von ihnen war nichts zu befürchten, solange er auf der Straße blieb.
Langsam tappte der Tindler auf das verletzte Wesen zu. Von einer so winzigen und zerbrechlichen Erscheinung hatte jemand seines Umfangs wohl nichts zu befürchten.
»Was ist passiert, Freund?«rief er, bemüht, so besorgt und hilfsbereit wie nur möglich zu erscheinen.
Das kleine Wesen stöhnte wieder.
»Räuber, Sir! Diebe und Halunken überfielen mich vor etwa einer halben Stunde, nahmen mir meinen Beutel und alles ab und drehten mir, wie Ihr sehen könnt, das Bein ganz aus dem Gelenk, um mich dann hier allein im Dunkeln sterben zu lassen.«
Die elende Lage des armen Wesens berührte den Tindler tief.
»Wartet, vielleicht kann ich Euch auf meinen Panzer heben«, sagte er. »Ihr hättet zwar Schmerzen, aber es ist nicht weit zur Grenze von Bucht und einem Hoch-tech-Hospital.«
