
Zone Nord war das Paradies des echten Experimentators. Es gab keine Regeln oder Beschränkungen für die 780 Nord-Hexagons, und manche Lebensformen dort waren von derart abnormer Fremdartigkeit, daß sie nicht einmal untereinander eine gemeinsame Grundlage fanden. So war es bei den Uchjin, in deren Nicht-tech-Hex Trelig und Yulin notgelandet waren. Einen Botschafter von dort gab es zwar — der einzige Grund, weshalb die Flüchtlinge den Süden hatten erreichen können —, aber nur wenige konnten mit den Wesen sprechen. Ihre Äußerungen ergaben einfach keinen Sinn, ihr Bezugsrahmen, ihre Begriffe waren von so durchgreifender Fremdartigkeit, daß es unmöglich gewesen wäre, ihnen auch nur vermitteln zu wollen, was das Schiff war oder darstellte.
Das Wort ›Nein‹ ließ sich jedoch mühelos übertragen, selbst bei den nördlichen Rassen, die ihrerseits versucht hatten, des Schiffes habhaft zu werden, ohne jeden Erfolg freilich.
Das Wesen, das im Tor der Zone Nord stand, gehörte nicht dorthin. Es war groß — über zwei Meter lang, nicht mitgerechnet die riesigen, orangerot und braun gefleckten Schmetterlingsflügel, die jetzt angelegt waren —, und der glänzende, steinharte Körper ruhte auf acht gummiartigen, schwarzen Fühlern, die allesamt in weiche, klebrige Klauen ausliefen. Das Gesicht sah aus wie ein menschlicher Totenschädel, kohlschwarz, mit kleinen gelben Halbmonden, so daß der Eindruck einer Teufelsmaske entstand. Zwei Fühler mit starker Vibration ragten oben heraus. Die Augen waren Samtpolster von dunklem Orangerot, ein Sehsystem, das sich von dem im Süden üblichen grundlegend unterschied.
