Es störte sie nicht; sie war genauso. »Ein Riesencomputer nimmt die ganze südliche Hälfte der kleinen Welt ein. Es ist eine Sechseck-Welt im kleinen, fähig, die physische und zeitliche Wirklichkeit in einem Maßstab zu verwandeln, der planetenweit sein kann. Siehst du das Glitzern auf halbem Weg nach unten? Das ist der Rand der großen Schüssel, ausgerichtet auf den Schacht der Seelen am Äquator, in dieser Stellung erstarrt. Aber wenn sie befreit wäre, könnte sie eine Welt von der Größe wie diese verwandeln. Stell dir das vor! Eine ganze Welt! Die Bewohner nach deinen Vorstellungen gebildet, Land und Ressourcen nach deinen Vorgaben gestaltet, und alles dir voll und ganz ergeben — dir, der du unsterblich werden kannst. Und dieser Computer kann das alles bewirken, indem er die Wirklichkeit einfach so anpaßt, daß niemand von einer Veränderung auch nur etwas ahnen würde. Alle würden es einfach hinnehmen!«

»Aber du weißt, daß es nichts auf der Sechseck-Welt gibt, das einen Antrieb mit so viel Schubkraft bauen könnte, um Neu-Pompeii zu erreichen«, betonte sie. »Wir beide haben die Motoren in das Gletschertal in Gedemondas abstürzen und verbrennen sehen.«Er nickte zerstreut.

»Vierzehntausend Tote schon durch das Bündnis, das die Wrackteile des Raumschiffes zusammenholte, vielleicht noch einmal vierzigtausend im Krieg selbst — und dieselbe Zahl auf der Gegenseite, die von den Yaxa und Ben Yulin angeführt wurde.«

»Was ist mit Yulin?«fragte sie.

Yulin war der geniale Ingenieur gewesen, der Gil Zinders Tochter Nikki entführte und Zinder, der den Computer konstruiert hatte, zwang, das Projekt nach Neu-Pompeii, Treligs kleiner Privatwelt, zu verlegen und auszubauen. Yulin war das einzige andere Wesen, das den Code kannte, um die Computerabwehr von Neu-Pompeii zu überwinden und die gigantische Maschine in Betrieb zu nehmen. Nicht einmal Gil Zinder, der auf der Sechseck-Welt spurlos verschwunden war, wie seine Tochter auch, konnte ohne die Kennwörter hineingelangen.



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