»Baden könnte man«, sagte Paschka und steckte seine Hand bis zum Ellbogen ins Wasser. »Kalt«, meldete er.

Anton kletterte auf den Bug und sprang ans Ufer. Das Boot schaukelte. Anton faßte das Boot und blickte Paschka fragend an. Da erhob sich Paschka, legte sich das Ruder wie einen Tragbalken über den Hals, ging ein wenig in die Knie und sang aus voller Kehle:

Alter Seebär Witzliputzli! Bist du, Freundchen, auf der Hut? Da! Ein Schwarm gekochter Haie Nähert sich dir in der Flut!

Anton rüttelte das Boot. »He, he!« schrie Paschka und hielt sich fest. »Wieso gekocht?«,fragte Anka.

»Weiß ich nicht«, antwortete Paschka. Sie kletterten aus dem Boot. »Ist aber gut, nicht? Ein Schwarm gekochter Haie!« Sie zogen das Boot ans Ufer. Die Füße glitten aus auf dem feuchten Sandboden, der mit vertrockneten Nadeln und Föhrenzapfen übersät war. Das Boot war schwer und schlüpfrig, aber sie zogen es bis zum Heck ans Land. Dann blieben sie stehen und verschnauften ein wenig.

»Beinah meinen Fuß zerquetscht«, sagte Paschka und machte sich daran, seinen roten Fes zurechtzurücken. Er achtete sehr darauf, daß die Troddel genau über dem rechten Ohr saß – wie bei den breitnasigen irukanischen Piraten. »Das Leben ist keinen Pfifferling wert, oh, he!« deklamierte er. Anka saugte angestrengt an einem Finger. »Ein Splitter?« fragte Anton.

»Nein. Aufgeratscht. Einer von euch hat so lange Nägel …«

»Na, zeig her.« Sie zeigte ihm den Finger.

»Ja«, sagte Anton. »Ein Kratzer. – Also, was unternehmen wir?«

»Gewehr über – und das Ufer entlang«, schlug Paschka vor.

»Da hätten wir nicht an Land zu krabbeln brauchen«, sagte Anton. »Im Boot kann das jedes Huhn«, erklärte Paschka. »Aber am Ufer da gibt es: erstens – Schilfrohr, zweitens – Schluchten und drittens – Strudel an den Ufern, mit Aalen. Und Welse gibt es auch.«



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