
»Allerdings«, sagte Zinder nachdenklich.»Eine ganze Bevölkerung könnte verwandelt werden, ohne jemals etwas davon zu ahnen.«Er drehte sich um und blickte wieder zu der Frau mit dem Pferdeschwanz hinunter.»Zetta?«rief er.»Wissen Sie, daß wir keine Schwänze haben? Daß auch niemand sonst, den wir kennen, einen Schwanz hat?«
Sie nickte.
»Ja, ich weiß, daß es für Sie ungewöhnlich ist. Aber was soll's? Ich habe nicht gerade versucht, ihn zu verstecken.«
»Hatten Ihre Eltern Schwänze, Zetta?«fragte Yulin.
»Natürlich nicht!«gab sie zurück.»Was soll denn das alles?«
Yulin sah den älteren Wissenschaftler an und sagte:»Wollen Sie noch weitergehen?«
»Warum nicht?«meinte Zinder achselzuckend.»Ja, ich würde gern mit einer Psychosonde feststellen, wie tief das reicht, aber wenn wir es einmal gemacht haben, können wir es jederzeit. Prüfen wir eines nach dem anderen.«
»Okay. Also, was nun?«
Zinder sah kurze Zeit versonnen vor sich hin, dann berührte er plötzlich einen Sensor neben der eingelassenen Mikro- und Lautsprecherkombination.
»Obie?«rief er hinein.
»Ja, Dr. Zinder?«erwiderte die Stimme des Computers, der sich ringsum hinter den Wänden befand — eine angenehme, sachliche und freundliche Tenorstimme.
»Hast du vermerkt, daß die Versuchsperson nicht weiß, daß wir sie in irgendeiner Weise verändert haben?«
»Vermerkt«, bejahte Obie.»Wollen Sie, daß sie es weiß? Die Gleichungen sind in dieser Situation nicht ganz so stabil, aber sie werden halten.«
»Nein, nein, schon gut. Wie ist es mit der inneren Haltung ohne körperliche Veränderung? Ist das möglich?«
»Eine viel unbedeutendere Änderung«, erklärte der Computer.»Aber deshalb auch leichter und schneller umkehrbar.«
»Also gut, Obie. Wir haben ein Pferd in die Systemmatrix übertragen, so daß du es vollständig hast, und Zetta hast du auch vollständig.«
