»Oh, Mann!«rief sie.»Hi, Zetta!«

Die Zentaurin blickte zu dem Mädchen hinauf und lächelte nachsichtig.

»Hallo, Nikki«, antwortete sie automatisch.

Zinder und Yulin waren fasziniert.

»Nikki, fällt dir denn an Zetta nichts, äh, Besonderes auf?«fragte sie ihr Vater.

»Nee«, erwiderte sie achselzuckend.»Wieso denn?«

Ben Yulins Unterkiefer klappte in ehrlicher Überraschung herunter.


* * *

Es verging über eine Woche, in der sie verschiedene Reaktionen auf das neue Geschöpf erlebten. Praktisch alle im Center sahen nichts Ungewöhnliches darin, daß Zetta Halib zur Hälfte ein Pferd war, das heißt, sie sahen nichts neuartig Ungewöhnliches darin. Sie wußten natürlich, daß sie sich den Biologen freiwillig zu den Versuchen zur Verfügung gestellt hatte, Menschen verschiedenen Erscheinungsformen anzupassen. Sie wußten, daß sie nach der Zeugung manipuliert worden war, um so aufzuwachsen, wie es der Fall gewesen war, und sie erinnerten sich, wann sie angekommen war, und wie sie das erste Mal reagiert hatten.

Natürlich stimmte alles überein, bis auf die Tatsache, daß nichts von dem, woran sie sich erinnerten, auch wirklich geschehen war. Die Wirklichkeit mußte sie erklären und hatte sich dementsprechend angeglichen. Nur zwei Männer wußten die Wahrheit.

Ben Yulin rauchte im Büro seines Chefs eine gebogene Pfeife und schaukelte in einem Stuhl träge hm und her.

»Jetzt wissen wir es also«, sagte er schließlich.

Zinder nickte und trank einen Schluck Tee.

»Ja. Wir können jedes Individuum, jedes Objekt nehmen und es umgestalten, wenn wir die Daten zu liefern vermögen, die Obie braucht, um die Verwandlung richtig durchzuführen, und niemand wird es je auch nur wissen. Die arme Zetta! Wir werden sie natürlich zurückverwandeln müssen.«



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