
Bolitho blickte nach oben, um die Männer zu beobachten, die sich auf den dicken Rahen verteilten und sich schwarz und winzig wie Äffchen vom Himmel abhoben.
Er nahm von Gascoigne, dem für die Signale zuständigen Mids-hipman, ein Glas entgegen und richtete es aufs Ufer. Er spürte einen Kloß in der Kehle, als er in der Ferne ihren grünen Mantel erkannte und einen Flecken Weiß, mit dem sie dem Schiff zuwinkte. In Gedanken hatte er das Bild vor Augen, das Cheney sah: der Zweidecker, der an der bereits kürzer werdenden Ankertrosse schwojte, die Gestalten, die sich an die Rahen klammerten, die rege Tätigkeit auf dem Vorschiff, wo schon weitere Leute bei den Vorsegeln bereitstanden.
«Anker kurzstag, Sir.»
Bolitho fing Inchs Blick auf und nickte. Inch hob sein Sprachrohr.»Vorsegel setzen!»
Ein schneller Blick zu Gossett, aber dort gab es keinen Grund zur Sorge. Der Steuermann stand bei dem großen Doppelrad. Seine Augen wanderten zwischen den Rudergängern und den ersten Streifen Leinwand, die bereits im Wind knatterten, hin und her.
«Setzen Sie einen Kurs unter der Landzunge ab, Mr. Gossett. Wir wollen so hoch am Wind bleiben, wie es geht — für den Fall, daß er wieder umspringt.»
«Auf und nieder, Sir. «Der Zuruf ging im Wind beinahe unter.
Inch nickte und murmelte vor sich hin, während er auf dem Achterdeck hin und her ging.»Marssegel setzen!«rief er gellend.
Die großen Segel blähten sich und donnerten wild, als vom Vorschiff der Ruf kam:»Anker ist los, Sir.»
Bolitho suchte Halt an einer Drehbasse, als die Hyperion, vom Land befreit, wie trunken durch ein tiefes Wellental glitt. Von oben ertönten ängstliche Schreie, aber keiner fiel herab.
«Achtung bei Leebrassen!«Das war Stepkynes Stimme, die mühelos das Brausen des Windes und Rauschen der Segel übertönte.»Der Mann da, halten Sie sich ran!«Er deutete wütend.»Notieren Sie seinen Namen.»
