
Hosen und karierten Hemden, mit ihren sauber geflochtenen Zöpfen und gebräunten Gesichtern entsprachen sie ganz der Vorstellung, die sich eine Landratte von britischen Seeleuten machte.
Das Boot arbeitete stärker im Seegang, je weiter es sich vom Land entfernte; Bolitho lehnte sich zurück, um sein Schiff zu beobachten, das langsam hinter sprühender Gischt und Nieselregen auftauchte, bis es mit aufragenden Masten und Rahen und den sauber festgemachten Segeln fast den Horizont verdeckte. Es war ein normaler Anblick, aber immer wieder wurde Bolitho davon beeindruckt.
Früher einmal, als er — fast noch ein Kind — auf sein erstes Schiff kam, das etwa ebenso groß gewesen war wie die Hyperion, hatte es ihm weit mehr als nur gelinde Furcht eingeflößt. Jetzt mußte es den neu angemusterten Männern so erscheinen, dachte er, sowohl den Freiwilligen wie auch den aus einem gesicherten Leben an Land zur Marine gepreßten.
Allday schwang die Ruderpinne herum und steuerte das Boot unter dem hohen Bug des Schiffes durch, so daß die vergoldete Gali-onsfigur, der Sonnengott, seinen Dreizack unmittelbar über ihre Köpfe zu strecken schien.
Bolitho hörte das Trillern der Pfeifen und sah die bei der Schanzpforte bereits angetretenen Marinesoldaten in ihren scharlachroten Röcken, das Blau und Weiß der Offiziere und dahinter das Gedränge ihm noch unbekannter Gestalten.
Er fragte sich, was Inch, sein Erster Offizier, über diesen Augenblick vor dem Auslaufen denken mochte. Er fragte sich auch, was ihn veranlaßt haben mochte, diesen jungen Offizier zu behalten, da doch zahlreiche dienstältere Leutnants bereit waren, ein so begehrtes Kommando zu übernehmen. Der nach dem Kommandanten ranghöchste Offizier hatte immer eine Chance, konnte sogar hoffen, nach dem plötzlichen Tod seines Kommandanten oder dessen Aufstieg befördert zu werden.
