
Er warf Fotos auf den Tisch wie Trumpfkarten. „Dort war ich mit Holleys Expedition. Das ist mein Thermoped und das der des Kollegen von der anderen Schicht. Beides Prototypen, nicht schlecht. Nur die Klimaanlage war leck.“
Gosse sah zu ihm auf. „Ich denke, Sie sind Pilot?“
„Ich habe mich umschulen lassen. Eben bei Kommodore Pirx. Zuerst diente ich auf seiner CUVIER, mein erstes Kommando bekam ich auf einem Schleppschiff…“
„Wie alt sind Sie?“
„Neunundzwanzig.“
„Wie haben Sie diesen Sprung geschafft?“
„Wenn man will, geht alles. Außerdem hat ein Führer von Planetarmaschinen jeden neuen Typ innerhalb einer Stunde im Griff. Das ist so, als stiege man vom Motorroller aufs Motorrad um.“ Er hielt inne, die Brieftasche enthielt noch einen ganzen Stoß von Fotos, aber er sammelte die auf dem Pult verstreuten ein und steckte sie in die abgeschabte Lederhülle, die er wieder in der Innentasche verbarg. Leicht gerötet, im weitgeöffneten Raumanzug, stand er neben Gosse. Über die Monitore flimmerten immer noch leere Lichtstreifen. London hatte sich auf das Geländer vor den Fenstern gesetzt und verfolgte schweigend die Szene.
„Nehmen wir an, ich gebe Ihnen einen Diglator. Was werden Sie tun?“
Der Pilot lächelte. Auf seiner Stirn glänzten Schweißperlen, das helle Haar trug Druckstellen von den Scheitelpolstern des Helms.
„Ich nehme einen Strahler und gehe dorthin. Mit einem der Gigajoule-Geräte aus meinem Frachtraum. Die Helikopter des Grals bringen ihn nicht fort, aber für den Diglator sind selbst hundert Tonnen ein Klacks. Ich gehe und schaue mich ein bißchen um… Die Suche aus der Luft kann sich Marlin sparen. Ich weiß, wieviel Hämatit es dort gibt. Und wieviel Nebel. Vom Helikopter aus ist nichts zu erkennen.“
