
„Er hat diese Geräte schon gekannt, als Sie noch in kurzen Hosen gingen“, erwiderte Gosse. Es war offenkundig, daß er sich gegen den Vorwurf zu wehren suchte. London ging mit steinernem Gesicht zu den Monitoren, zwischen denen mit herabgerutschtem Kopfhörer Gosse saß, und klopfte vor dessen Nase die Pfeifenasche in eine leere Aluminiumtrommel. Er sah die Pfeife an, als wüßte er nicht, was er da hielt, und nahm sie in beide Hände. Sie zerbrach. London warf die Stücke weg, ging wieder ans Fenster und blieb reglos stehen, die Hände auf dem Rücken verschränkt. „Ich konnte es ihm nicht verweigern…“ Gosse wandte sich damit zweifellos an London, der aber nichts zu hören schien, sondern durch die Scheibe in die wallenden Knäuel des roten Nebels starrte. Von der Rakete war jetzt nur noch manchmal die Spitze zu sehen. „Gosse!“ sagte auf einmal der Pilot. „Sie geben mir so eine Maschine.“
„Nein.“
„Ich habe das Führerpatent für Tausendtonner.“ Gosses Augen blitzten kurz auf, aber er wiederholte: „Nein. Sie haben noch nie auf dem Titan gearbeitet.“ Der Pilot Öffnete wortlos seinen Raumanzug. Er schraubte den breiten Metallkragen ab, löste die Schulterklemmen, zog den darunter liegenden Reißverschluß auf, griff tief unter die Achsel und brachte eine Brieftasche hervor, die vom langen Tragen gequetscht war. Die Schulterteile des Raumanzugs klafften auseinander wie aufgeschnitten. Der Pilot trat zu Gosse und legte ihm ein Papier nach dem anderen vor.
„Das ist vom Merkur. Dort hatte ich einen Biganten, ein japanisches Modell von achthundert Tonnen. Hier ist mein Berechtigungsschein für Tausendtonner. In der Antarktis habe ich Festlandeis gebohrt, mit einem schwedischen Eisschreiter, dem Kryopertor. Das ist eine Fotokopie des zweiten Preises von Wettkämpfen auf Grönland. Und das ist von der Venus.“
