Der Pilot wußte nicht, ob das ein Scherz sein sollte. „Wieso nicht? Ihr habt mich doch angenommen. Angefordert habt ihr mich“, korrigierte er. „Das mußten wir.“

„Ich verstehe nicht.“

„Sie sollten doch im Gral landen.“

„Wozu habt ihr mich dann vom Kurs geholt?“ Ihm wurde heiß, die Aufforderung hatte einen kategorischen Klang gehabt. Zwar hatte er unterwegs einen Funkspruch des Grals über einen Unfall aufgefangen, aber wegen des Störrauschens wenig davon verstanden. Er flog den Titan nämlich vom Saturn aus an, um durch dessen Gravitation die Geschwindigkeit zu drosseln und Treibstoff zu sparen. Das Raumschiff hatte die Magnetosphäre des Riesen gestreift, so daß es auf allen Wellenlängen nur so prasselte. Gleich darauf war der Ruf vom hiesigen Kosmodrom gekommen, der Flugkontrolle hat der Navigator zu gehorchen, und nun ließen sie ihn nicht einmal den Raumanzug ausziehen, sondern nahmen ihn gleich ins Verhör.

Im Geiste war er immer noch im Steuerraum, die Gurte schnitten ihm scheußlich in Brust und Rucken, als die Rakete mit den ausgefahrenen Landestelzen auf den Beton knallte, die noch nicht leergebrannten Booster Feuer spien und den ganzen Rumpf durcheinanderrüttelten.

„Worum geht es? Wo sollte ich eigentlich landen?“

„Ihr Stuckgut gehört dem Gral“, erklärte der Kleine und putzte sich die gerötete Nase. Er hatte Schnupfen. „Wir haben Sie oberhalb der Umlaufbahn abgefangen und hierher gerufen, weil wir Killian brauchen, Ihren Passagier.“

„Killian“, wunderte sich der junge Pilot. „Der ist nicht bei mir an Bord. Bei mir ist nur Sinko, mein Kopilot.“ Die beiden waren verdattert. „Wo ist Killian?“

„Jetzt bestimmt schon in Montreal. Seine Frau kriegt ein Kind. Er ist vor mir mit einer Güterfähre geflogen, noch vor meinem Start.“

„Vom Mars?“



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