
„Klar, woher sonst… Was Ist tos?“
„Die Schlamperei im All steht der auf der Erde nicht nach“, konstatierte London und stopfte sich die Pfeife mit einer Gewalt, als wolle er sie zerbrechen. Er war wütend, der Pilot nicht minder.
„Fragen konntet ihr mich wohl nicht, was?“
„Wir waren sicher, daß er bei Ihnen an Bord ist. So hieß es im letzten Funkspruch.“ Gosse schneuzte sich erneut und seufzte. „Wegfliegen können Sie jetzt so und so nicht mehr“, meinte er schließlich. „Und Marim konnte die Strahler kaum erwarten. Jetzt wird er alles auf mich schieben.“
„Aber sie sind ja da.“ Der Pilot wies mit einer Kopfbewegung hinaus, wo durch den Dunst die schlanke dunkle Spindel seines Raumschiffs zu sehen war. „Sechs Stück sind es wohl, zwei davon im Gigajoule-Bereich. Sie pusten jeden Nebel und jede Wolke weg wie nichts.“
„Aber ich kann sie nicht auf den Buckel nehmen und zu Marlin schleppen“, gab Gosse zurück, dessen Laune immer schlechter wurde.
Der Pilot war verärgert über die Fahrlässigkeit und Eigenmächtigkeit, mit der ihn nach drei Flugwochen ein untergeordneter Landeplatz — wie dessen Chef sich ausdrückte — „abgefangen“ hatte, ohne sich die Gewißheit verschafft zu haben, daß der erwartete Passagier an Bord war. Er hatte es daher gar nicht eilig mit der Erklärung, daß die Sorge um die Ladung allein ihre Sache war. Vor der Behebung des Schadens konnte er nichts machen, selbst wenn er wollte. Er schwieg.
„Es ist klar, daß Sie bei uns bleiben.“
Mit diesen Worten trank London den Kaffee aus und erhob sich von seinem Aluminiumhocker. Er war gewaltig wie ein Schwergewichtsringer. Als er jetzt vor die gläserne Wand trat, bot die Landschaft des Titan seiner Gestalt einen prächtigen Hintergrund: die leblose Raserei des Gebirges, unirdisch durch seine Farbe in dem roten Glanz, den braune Wolken über den Bergrücken festhielten. Der Fußboden des Towers vibrierte leicht. Die müssen hier einen uralten Trafo haben, dachte der Pilot.
