
Als sie die Pilotenkabine betraten, war es nur zu offensichtlich, daß der Erste Offizier sehr krank war. Sein Gesicht wirkte im Licht der Instrumentenbeleuchtung wie eine Totenmaske. Er war in den Sitz zurückgefallen und hielt die Hände mit aller Kraft um die Steuersäule verkrampft.
„Nehmen Sie ihn dort weg", befahl der Captain eilig. Baird und Janet, die den beiden Männern gefolgt war, ergriffen den Copiloten und hoben ihn aus seinem Sitz weg von der Steuerung. Dun war bereits blitzschnell auf seinen Platz geschlüpft und hatte das Steuer übernommen.
„Bringt ihn hinten auf den Sitz, der sonst für den Bordfunker bestimmt ist", sagte er.
Unter krampfartigem Würgen erbrach sich Pete auf den Boden. Dann halfen ihm die beiden auf den Sitz. Baird öffnete Petes Kragen, löste die Krawatte und bemühte sich, es ihm so bequem wie möglich zu machen. Alle paar Sekunden klappte Pete bei den einsetzenden Krämpfen wie ein Taschenmesser zusammen. Immer wieder würgte er. „Doktor", rief der Captain mit gedämpfter Stimme. „Was um Himmels willen ist hier eigentlich los?"
„Ich bin noch nicht ganz sicher", sagte Baird grimmig, „aber offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen all diesen Anfällen. Es muß einen Zusammenhang geben! Die einfachste Erklärung wäre es, wenn irgend etwas mit dem Essen nicht gestimmt hätte. Was hat's zum Dinner gegeben?"
„Lammfleisch und Fisch", sagte Janet. „Zur Wahl. Vielleicht erinnern Sie sich, Doktor. Sie hatten..."
„Fleisch", rief Baird. „Wann war das? Es muß etwa zwei bis drei Stunden her sein. Was hat er gegessen?" Er deutete auf den Copiloten.
Janets Gesicht drückte Bestürzung aus: „Fisch", flüsterte sie mit erschrockener Stimme.
„Und können Sie sich daran erinnern, was die beiden anderen Kranken gegessen haben?"
„Nein, ich weiß es nicht mehr."
„Gehen Sie schnell nach hinten und fragen Sie, ja?" Die Stewardeß hastete hinaus. Ihr Gesicht war blaß. Baird kniete neben dem Ersten Offizier nieder, der jede Bewegung des Flugzeuges schlaff mitmachte. Seine Augen waren geschlossen.
