
„Probieren Sie's."
„Und wo ist der Mann, an den ich mich wenden muß?"
Der Agent wies quer durch die Halle. „Dort drüben rechts, am Schalter der Maple Leaf Air Charter. Aber bitte, sagen Sie nicht, daß ich Sie hingeschickt habe."
„Es ist wirklich ein Skandal", wütete die alte Dame. „Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, junger Mann, daß meine Nichte..."
„Vielen Dank", sagte der Mann im Mantel und ging munter davon, auf ein schmales Pult zu, hinter dem ein anderer Agent, diesmal im dunklen Anzug anstelle der smarten Uniform der Cross Canada Airlines, saß. Als der Mann auf den Schalter zukam, blickte er auf, erhob sich und nahm den Bleistift schreibbereit in die Hand. „Sir?"
„Vielleicht können Sie mir helfen. Haben Sie zufällig einen Sitz für den Flug nach Vancouver frei?"
„Vancouver? Moment, da muß ich erst nachsehen." Der Bleistift fuhr eine Passagierliste herunter. „Ja", sagte er dann, „tatsächlich, gerade einen. Aber die Maschine startet sofort, sie hat ohnehin schon Verspätung..."
„Fein", sagte der Mann im Mantel. „Und ich kann den Platz haben?"
Der Schalterbeamte griff nach dem Billettblock. „Ihr Name, bitte?"
„George Spencer." Schnell war alles eingetragen.
„Das macht 65 Dollar für den einfachen Flug, Sir. Danke -freut mich, daß ich Ihnen helfen konnte. Haben Sie Gepäck?"
„Nur dieses Ding hier. Ich nehme es mit in die Kabine." In ein paar Sekunden war das Gepäck gewogen und mit dem Gepäckzettel versehen.
„Hier, bitte, Sir. Das Billett ist Ihr Passierschein. Gehen Sie auf Flugsteig 3 und fragen Sie nach Flug Nummer 714. Bitte beeilen Sie sich. Das Flugzeug ist wirklich schon im Begriff zu starten."
Spencer nickte, drehte sich nach dem Cross-Canada Schalter um, winkte seinem hilfsbereiten Freund zu, der - über die Schulter der alten Dame hinweg - strahlend zurücklächelte. Dann eilte er durch das Ausgangstor.
